Dr. rer. nat. Ulrich Warnke

Krankenhausapotheke

Apotheker
Dr. rer. nat. Ulrich Warnke
Fachapotheker

Tel:         03321  42-1798
Fax:        03321  42-151098
Email:    ulrich.warnke@havelland-kliniken.de


Havelland Kliniken GmbH - Klinik Nauen  •  Ketziner Straße 21  •  14641 Nauen


Innovative pharmazeutische Dienstleistung im Interesse von Patient und Klinik.

 

Wir kümmern uns lückenlos um die Arzneimittel unserer Patienten. Von der Krankenhausauf­nahme bis zur Entlassung.

 

Unser Ziel ist die Förderung einer patientenorientierten Pharmazie:
Für alle Krankenhauspatienten soll eine sichere, effektive und wirtschaftliche Arzneimittel­therapie gewährleistet sein!

 

Die Apotheke der Havelland Kliniken GmbH bietet vielfältige Service- und Informationsange­bote. Sie versorgt die Patienten der Kliniken Nauen und Rathenow mit Arzneimitteln.
Dazu sind ca. 2500 verschiedene Medikamente vorrätig.
7 Mitarbeiter (2 pharmazeutisch kaufmännische Angestellte, eine Pharmazieingenieurin und 4 Apotheker) beliefern regelmäßig die Stationen mit insgesamt 507 Betten und die Funktionseinheiten wie OP, Anästhesie, Endoskopie oder Röntgenabteilung. Die Apotheke ist zugelassene Weiterbildungsstätte für Klinische Pharmazie.

Team

Apotheker

Stephan Uecker

Stephan Uecker

Apothekerin

Johanna-Charlotte Buro

Johanna-Charlotte Buro

Apothekerin

Silvia Grosser

Silvia Pabel

Apotheker

Tobias Störmer

Tobias Störmer

 

 

 

 

 

 

Leistungsprofil

Pharmazeutische Dienstleistungen

Pharmazeutische Patientenaufnahme / Arzeimittelgespräch

Seit 2009 haben die Patienten am Beginn der Krankenhausbehandlung die Möglichkeit, täglich von 7.30 Uhr bis 12 Uhr mit einer Krankenhausapothekerin über ihre Medikamente zu sprechen. Dabei erfolgen die Arzneimittelanamnese und die Dokumentation der häuslichen Medikation. Durch die pharmazeutische Aufnahme erhält der Arzt in Form eines Arzneimittelkonsils eine überprüfte und aufbereitete Medikationsübersicht des Patienten als Grundlage für seine Arzneimittelanordnung. Im Gespräch können außerdem Fragen des Patienten zu seinen Medikamenten und deren Anwendung geklärt werden.

Arzneimittelinformation

- Arzneimittelrecherchen zu speziellen Fragestellungen (Beantwortung von jährlich
ca. 1500 Anfragen von Ärzten und Pflegedienst, 900 davon zur sicheren Anwendung
von Arzneimitteln (Auswahl, Dosierung, Neben- und Wechselwirkungen, Risiken, Kompatibilität, Applikation, Mischbarkeit und Lagerung))

- Bearbeitung und Weiterleitung von Arzneimittelrückrufen der pharmazeutischen Industrie

- Aufbau und Pflege von Arzneimittelinformations- und Dokumentationsdatenbanken

 

Arzneimittelkonsil für Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte

- Arzneimittel-Verbrauchscontrolling (Statistik, Auswertung)

- Versorgung mit Blut- und Plasmaprodukten, Dokumentation nach Transfusionsgesetz

- Unterstützung des Pflegedienstes bei der Abgabe und der Beratung zur Entlassungsmedikation

- Umsetzung und Überprüfung des Betäubungsmittelrechts

- Mitwirkung bei der Erarbeitung von Therapierichtlinien

- Leitung der gemeinsamen Arzneimittelkommission von Klinikern und niedergelassenen Ärzten des Landkreises Havelland

- Redaktion und Fortschreibung der in der Arzneimittelkommisssion abgestimmten, regionalen „Arzneimittelliste Havelland“

- Vorsitz der Gruppe "Moderne Wundversorgung"

- Mitarbeit in der Hygienekommission

- Arzneimittelkundeunterricht für Krankenpflegeschüler, Übung Zytostatikaherstellung für Studenten der Freien Universität Berlin

- Fortbildungsseminare zur medikamentösen Pharmakotherapie für Patienten und alle Mitarbeiter

- Referate in Patientenselbsthilfegruppen

Pharmazeutische Logistik

Die Pharmazeutische Logistik der Krankenhausapotheke ist weit mehr als die bloße "Belieferung" mit Arzneimitteln:

- Versorgung der Stationen mit Arzneimitteln, Infusions- und Ernährungslösungen, Röntgenkontrastmitteln, Blutprodukten, Desinfektionsmitteln und Hautschutz-, Hautpflege- sowie ausgewählten Medizinprodukten

- für Tumorpatienten und Diabetiker: Ambulanzversorgung nach § 14 Apothekengesetz, ambulante Abrechnung mit den Krankenkassen

- Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit durch gezielte Produktauswahl (z.B. Vermeidung von Verwechslungsgefahr durch ähnlich klingende oder ähnlich aussehende Arzneimittel), Medikationsfehlermeldesystem

- Arzneimittelverkauf für Mitarbeiter

- Optimierung des Bestellwesens (Lieferantenzahl, Produktpalette, Bestellzeitpunkte)

- Produktprüfung und -auswahl nach aktuellen Leitlinien, Bioäquivalenz, Wirtschaftlichkeit, anwenderfreundlicher Handhabung und ökologischen Aspekten

- Warenannahme mit Eingangskontrolle

- Arzneimittelrücknahme und fachgerechte Entsorgung

Arzneimittelherstellung

In der Herstellungsabteilung der Krankenhausapotheke werden sowohl einzelne patienten-individuelle Rezepturen als auch Großchargen für den Klinikbedarf hergestellt. Wir fertigen insbesondere für die Kinderklinik diverse Arzneiformen wie Pulver, Kapseln, Säfte, Salben, Zäpfchen, Lösungen an.
Unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen werden sterile Zubereitungen wie Injektions-lösungen und Augentropfen zubereitet. Patientenindividuelle intravenöse Chemotherapien werden am Tag der Gabe hergestellt und applikationsfertig zur Station geliefert.

 

Die Arzneimittelherstellung erfolgt unter ständiger Qualitätskontrolle nach standardisierten Arbeitsanweisungen. Sämtliche verwendeten Ausgangsstoffe werden, wie gesetzlich vorgeschrieben, vor der Verarbeitung analytisch geprüft. Alle Herstellungsschritte werden dokumentiert und die fertigen Arzneien nach Endkontrolle durch eine Apothekerin freigegeben.

Apotheke innovativ: Medikation aus einem Guss

Preisverleihung

Bei einem Aufenthalt im Krankenhaus erhalten Patienten in aller Regel neben der notwendigen ärztlichen und pflegerischen Betreuung auch Arzneimittel, die für ihre Genesung wichtig sind.

Seit vielen Jahren versorgt das Team der Apotheke der Havelland Kliniken GmbH die Patienten und die Mitarbeiter der Krankenhäuser ordnungsgemäß mit Arzneimitteln. Dazu sind ca. 2000 verschiedene Medikamente vorrätig. Das siebenköpfige Team der Apotheke beliefert je zweimal wöchentlich die Stationen und die Funktionseinheiten wie Endoskopie, Anästhesie, Röntgen- und OP-Abteilung sowie die Ambulanzen mit Arzneimitteln.

Darüber hinaus versuchen wir bereits seit 2006 vermehrt patientenorientierte pharmazeutische Dienstleistungen anzubieten. Ziel ist es, für alle Krankenhauspatienten eine sichere, effektive und wirtschaftliche Arzneimitteltherapie zu gewährleisten. In Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegepersonal hilft die Krankenhausapotheke so, die Arzneimitteltherapie jedes einzelnen Patienten zu optimieren.
Im Zuge des Inkrafttretens des Gesetzes zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelversorgung (AVWG) im Frühling 2006 haben wir damit begonnen, eine stärkere Ausrichtung auf die Arzneimittelversorgung im ambulanten Bereich vorzunehmen. So kommen wir seit dem beispielsweise mit einem anstelle von vier gelisteten ACE-Hemmern aus. Bei der Verschlankung unserer hauseigenen Arzneimittelliste haben wir die so genannten Leitsubstanzen der kassenärztlichen Vereinigung besonders berücksichtigt. Damit war der erste Schritt hin zu einer sektorenübergreifenden Arzneimitteltherapie im Havelland getan. Weil das AVWG die Krankenhäuser verpflichtet, falls im Anschluss an die stationäre Behandlung die Fortsetzung der begonnenen Arzneimitteltherapie notwendig ist, bereits bei der Entlassung Arzneimittel anzuwenden, die auch bei der Verordnung in der vertragsärztlichen Versorgung zweckmäßig und wirtschaftlich sind, lag es nahe, mit den niedergelassenen ärztlichen Kollegen ins Gespräch zu kommen und die Probleme an den Sektorenschnittstellen zu diskutieren. Auf Initiative der Apotheke berät die Arzneimittelkommission der Havelland Kliniken GmbH seit April 2007 als gemeinsame Kommission zusammen mit niedergelassenen Ärzten. Die Arbeit der gemeinsamen Arzneimittelkommission hat konkrete Ergebnisse geliefert, welche die Qualität der intersektoralen Arzneimittelversorgung verbessern helfen: Das Formular Arzneimittelkonsil zum Informationstransfer über die Sektorengrenzen, abgestimmte Substitutionsstandards in verordnungsstarken Arzneimittelgruppen und letztlich die Verabschiedung der ersten regionalen Arzneimittelliste für das Havelland.

Zum wissenschaftlichen Kongress anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker ADKA e.V. im Mai in Berlin hat die Firma Sanofi-Aventis Deutschland GmbH einen Innovationspreis zum Thema „Neue Ansätze der Krankenhauspharmazie zur transsektoralen Zusammenarbeit“ ausgeschrieben. Das Team der Apotheke hat sich mit der Arbeit „Sektorenübergreifende Arzneimitteltherapie im Havelland - Meilensteine auf dem Weg zur Medikation aus einem Guss“ um diesen Preis beworben und wurde von einer unabhängigen Jury als Preisträger ausgewählt.

In der Pressemitteilung der Firma heißt es: „… das ganzheitliche Konzept beinhaltet unter anderem eine gemeinsame Arzneimittel-Kommission aus stationärem und ambulantem Bereich. Von den Ergebnissen profitieren alle Seiten: Der Patient durch stringente Arzneimitteltherapie ohne Medikationswechsel, der niedergelassene Arzt durch eine abgestimmte Pharmakotherapie, das Krankenhaus durch Optimierung seiner Ressourcen und die Kostenträger durch eine wirtschaftliche Verordnungsweise aller Beteiligten. Das Havelland-Projekt legt die Schwierigkeiten und Limitationen sektorübergreifenden Handelns offen und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf, die in der Praxis bereits gelebt werden. Zudem bietet es Ansatzmöglichkeiten für viele Apotheken, die Compliance und Lebensqualität ihrer Patienten über den Krankenhausaufenthalt hinaus zu verbessern.“

Urkunde Innovationspreis

Der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker ADKA e.V. hat den mit 10 000 € dotierten Preis am 13. Mai an das Apothekenteam der Havelland Kliniken GmbH verliehen. Wir sind stolz und freuen uns, dass unsere initiative Arbeit so bundesweit Anerkennung gefunden hat. Durch die Auszeichnung zusätzlich motiviert, wünschen wir uns, dass die Möglichkeiten und Ansätze unserer pharmazeutischen Arbeit „zu Hause“ in den Havelland Kliniken GmbH weiterhin in Anspruch genommen und künftig noch stärker genutzt werden für das gemeinsame Ziel für unsere Patienten den bestmöglichen Nutzen der Arzneimitteltherapie zu schaffen.