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| Pressemiteilung - Kontrollierte Hygienestandards schaffen Sicherheit für Patienten in den Havelland Kliniken | |||
| 20.10.2010 | |||
| Die Nachricht vom Tod dreier Säuglinge, der mit einer in der Klinik erworbenen Keiminfektion in Verbindung gebracht wird, geht seit Tagen durch die Medien und beunruhigt die Öffentlichkeit. Die Havelland Kliniken GmbH erklärt aus diesem Anlass: Grundsätzlich gelten in den Kliniken das Infektionsschutzgesetz und Richtlinien, die alle Vorgehensweisen zur Vermeidung von Infektionen regeln. Hygiene beginnt immer im Kopf und muss praktisch vom Personal gelebt werden. In den Havelland Klinken gibt es einen hauseigenen Hygieneplan mit genauen Anweisungen und eine Hygienefachschwester, die dessen Einhaltung kontrolliert und auswertet. Seit 2003 beteiligen sich die Havelland Kliniken an der vom Nationalen Referenzzentrum initiierten freiwilligen Analyse von Operationen, die mit besonderem Infektionsrisiko behaftet sind. Dabei ergab sich im Jahr 2009 eine Infektionsrate von 1,87 %. Aufgrund regelmäßiger Begehungen aller Bereiche und zusätzlicher Mitarbeiterschulungen steht das Thema Hygiene im gesamten Krankenhaus fortlaufend auf der Tagesordnung. Die Teilnahme an der Aktion „Saubere Hände“ trägt überdies zur weiteren Sensibilisierung der Mitarbeiter und schon der Auszubildenden bei. Krankenhausinfektionen sind, trotz all dieser Maßnahmen, nicht gänzlich zu vermeiden. Diese werden oft durch Keime verursacht, die in normalem Umfeld, beispielsweise auf der Haut oder in der Mundhöhle keine Probleme bereiten. Gelangen diese aber über Katheter, Ernährungsschläuche oder Beatmungsgeräte in den Körper, sind Patienten mit einem bereits geschwächten Immunsystem wie Frühgeborene, schwer kranke oder alte Menschen besonders gefährdet. Medizinischer Fortschritt ist ein Segen, hat aber auch eine Schattenseite: Der Einsatz moderner Medizintechnik schafft unter Umständen weitere „Eintrittstüren“ für Viren und Bakterien in den Körper, die dort eine Lungenentzündung oder eine Blutvergiftung verursachen können. Ernährungslösungen für Neugeborene, wie in der Universitätsmedizin in Mainz eingesetzt, werden in den Havelland Kliniken nicht individuell hergestellt. Vergleichbare Herstellungsbedingungen herrschen jedoch bei der aseptischen Zubereitung steriler Zytostatikalösungen für Chemotherapiepatienten. Um hier das Risiko einer Keimübertragung so gering wie möglich zu halten, wird die externe Überprüfung der Herstellungsräume der Krankenhausapotheke regelmäßig vom Landesgesundheitsamt kontrolliert. Auch die Mitarbeiter werden überprüft, aus aktuellem Anlass geschah dies in dieser Woche erneut. Da in den letzten Jahren der Bedarf an Chemotherapien ebenso wie die Anforderungen an die Überwachung der Hygienestandards stark gestiegen sind, wird in der Klinik Nauen im Oktober 2010 ein neu gebautes Herstellungslabor eröffnet, welches die höchsten Qualitätsanforderungen erfüllt Weitergehende Informationen zum Thema Hygiene finden Sie auf unserer Homepage www.havelland-kliniken.de V. i. S. d. P. Dr. Babette Dietrich, Pressesprecherin der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe | |||
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