


Chefarzt
Dr. med. Peter Könnecke
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Tel: 03321 42-1240
Email: peter.koennecke@havelland-kliniken.de
Sprechzeiten Brustzentrum
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe • Ketziner Straße 21 • 14641 Nauen
| Telefon: | 03321 42-1240 | |
| Sprechzeit: | Do. 14:00 - 16:00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung |
|
| Raum: | ||
| Anmeldung: | Frau Berndt |
Brustsprechstunde jeden Donnerstag
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe • Ketziner Straße 21 • 14641 Nauen
| Koordination: | Chefarzt Dr. med. Peter Könnecke | |
| Telefon: | 03321 42-1240 | |
| Sprechzeit: | jeden Do. 14:00 - 15:30 Uhr | |
| Raum: | ||
| Anmeldung: | Frau Berndt |
Unser Brustzentrum ist ein Netzwerk der gynäkologischen Abteilungen der Havelland Kliniken GmbH und des Klinikums Ernst von Bergmann Potsdam zur medizinischen Diagnostik und Therapie aller Erkrankungen der weiblichen Brust. Besondere Beachtung gilt hierbei dem Brustkrebs, da an ihm in Deutschland etwa jede neunte Frau im Laufe ihres Lebens erkrankt. Verschiedene Fachgebiete wie Gynäkologie, Onkologie, Hämatoonkologie, Radiologie, Pathologie und Psychoonkologie arbeiten in unserem gemeinsamen Brustzentrum zusammen.
Das Ziel unseres Brustzentrums ist es, durch die enge Zusammenarbeit von Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen, die Vorsorge und Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge für gutartige und bösartige Erkrankungen der Brust sicherzustellen und zu verbessern. Hierbei sehen wir uns als Partner unserer Patientinnen im Heilungsprozess und der Erhaltung einer bestmöglichen Lebensqualität.
Wodurch zeichnet sich die Arbeit in unserem Brustzentrum aus?
- Wir erreichen eine wohnortnahe und flächendeckende Behandlung von Potsdam bis Premnitz aus einer fachlichen Hand.
- Jede Entscheidung - ob zur Operation oder weiterführenden Therapie - wird in einer Konferenz erarbeitet, in der alle Fachdisziplinen vertreten sind. D.h. Operateur, Pathologe, Radiologe und Onkologe entscheiden gemeinsam.
- Operativ wird uns höchstes Niveau in der Behandlung von Brustkrebs bestätigt, sodass in über 70% der Fälle die betroffene Brust in ihrer äußeren Form erhalten werden kann. Dies erfolgt bei entsprechender Indikation mittels Mikrochirurgie mit Brustaufbau bzw. Brustwiederherstellung mit körpereigenem Gewebe nach der Brustkrebsoperation.
- Modernste Techniken zur Rekonstruktion werden angeboten, falls eine Entfernung der Brust unvermeidbar ist. (z.B. freie mikrochirurgische Transplantation von Muskellappen)
- Festlegung eines individuellen Therapieplanes in persönlichen Gesprächen hinsichtlich Operation und Folgetherapie.
- Eine strenge Überprüfung der kontinuierlichen fachlichen Weiterbildung aller Mitarbeiter in Qualitätszirkeln garantiert medizinische Versorgung nach neustem Kenntnisstand.
- Kontinuierliche, individuelle, kompetente Beratung, Begleitung und Unterstützung während der Diagnostik, Therapie und Nachsorge durch die stationäre Brustschwester. Eine speziell ausgebildete onkologische Fachschwester betreut Sie auf dem oft schweren Weg der Chemotherapie.
- Eine Psychoonkologin berät jede Patientin individuell im Umgang mit ihrer Erkrankung. In monatlich stattfindenden onkologischen Patientenforen beantwortet das interdisziplinäre Team Fragen zu Therapien und sozialen Belangen der Erkrankung. Zu den Foren laden wir auch Angehörige ein.
- Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen, sodass die Patientinnen auch nach der Entlassung nicht auf sich allein gestellt sind.
- Einbeziehung des Sozialdienstes z.B. zur Organisation von Kuren und Heilbehandlungen.
Das aber sind längst nicht alle Strukturen, die aufgebaut wurden, um die Qualität unserer Arbeit zu verbessern. Hierzu zählen auch zahlreiche Kooperationen mit Radiologischen Praxen, strahlentherapeutischen Abteilungen, nuklearmedizinischen Einrichtungen, humangenetischen Beratungszentren, Sanitätshäusern und Hospizen, die ein Netzwerk zur Versorgung unserer Patientinnen schaffen, um ihnen den Weg durch diese schwere Erkrankung zu erleichtern.
Die wichtigsten Ansprechpartner aber sind die Mitarbeiter unserer Kliniken, die den Frauen mit ihrem unermüdlichen Engagement und liebevoller Zuwendung zur Seite stehen. Durch unser hohes medizinisches Niveau und einer fachübergreifenden, flächendeckenden Versorgung ist es möglich, vielen Patientinnen ein verlängertes Leben bei gleichbleibender Lebensqualität zu ermöglichen.
Zudem trägt unsere Auffassung, die Qualität stetig zu überprüfen und im Sinne einer Patientenorientierung weiter zu verbessern, dazu bei, für Patientinnen ein kompetenter Ansprechpartner zu sein.
Unsere Behandlungsbausteine
Diagnostik
- digitale Mammographie
- hochauflösender Ultraschall
- Magnetresonanz-Tomografie
- minimal invasive Gewebeentnahmen
- PE-CT
Operative Therapie
- brusterhaltende Therapie
- Wiederaufbau der Brust nach Brustentnahme durch Eigengewebe oder Implantate
- Wächterlymphknotenentnahme mit Schnellschnitt (Sentinel Node)
- kosmetische Korrekturen
Folgetherapie
- chemotherapeutische Behandlung ambulant, ggf. stationär, auch vor der Operation (neoadjuvant/adjuvant)
- hormonelle Behandlung
- Bestrahlungstherapie
Begleitende Maßnahmen
- Betreuung durch die Psychoonkologin
- psychosoziale Betreuung
- Beratung und Organisation von Anschlussbehandlungen und Kuren
- ambulante Physiotherapie
- Ernährungsberatung
- Informationsveranstaltungen für Patientinnen
- Beratung durch die Brustschwester
Unser interdisziplinäres Team
Wir stehen Ihnen als erfahrenes Team offen und ehrlich zur Seite. Wir halten wöchentliche Tumorkonferenzen vor und nach der Operation ab unter Beteiligung von:
- Gynäkologen (Operateur)
- Strahlentherapeuten
- Nuklearmedizinern
- Gynäkologischen Onkologen
- Internisten
- Radiologen
- Pathologen
- Psychoonkologen
- Sozialdiensten und Sanitätshäusern
In Deutschland ist nur eine gewisse Anzahl Brustzentren per Zertifikat ausgewiesen. Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Senologie wollen mit der Vergabe des Qualitätssiegels „Zertifiziertes Brustzentrum“ dafür sorgen, dass Patienten sicher sein können, in dem zertifizierten Zentrum nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft behandelt zu werden. Mit dem Zertifizierungsverfahren will die Deutsche Krebsgesellschaft dafür sorgen, dass sich die Versorgungssituation für Patienten, die an Brustkrebs erkrankt sind, deutlich verbessert.
Im Februar 2010 wurde das gemeinsame Brustzentrum der Havelland Kliniken GmbH und des Klinikums Ernst von Bergmann durch die OnkoZert zertifiziert.


Oberärztin
Dr. med. Kerstin Aurich
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Tel: 03321 42-1244
Anmeldung: Schwester Wylutzki
Email: kerstin.aurich@havelland-kliniken.de
Sprechzeiten Kontinenz- und Beckenbodenzentrum
Klinik Nauen • Ketziner Straße 21 • 14641 Nauen
| Telefon: | 03321 42-1244 | |
| Sprechzeit: | Di. 08:00 - 14:00 Uhr | |
| Raum: | ||
| Anmeldung: | Schwester Wylutzki |
Sprechzeiten Harn- und Stuhlinkontinenz
Klinik Nauen • Ketziner Straße 21 • 14641 Nauen
| Koordination: | Oberärztin Dr. med. Kerstin Aurich | |
| Telefon: | 03321 42-1244 | |
| Sprechzeit: | Di. 08:00 - 14:00 Uhr | |
| Raum: | ||
| Anmeldung: | Schwester Wylutzki |
Neuro-Urologische Sprechstunde
Klinik Nauen • Ketziner Straße 21 • 14641 Nauen
| Koordination: | Chefarzt Dr. med. Mike Lehsnau | |
| Telefon: | 03321 42-1260 | |
| Sprechzeit: | täglich nach Vereinbarung | |
| Raum: | ||
| Anmeldung: | Frau Hartz |
Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Havelland Kliniken GmbH ist eine interdisziplinäre Einrichtung, die sich schwerpunktmäßig mit Problemen der Harn- und Stuhlinkontinenz sowie Erkrankungen des Beckenbodens befasst. Beteiligt sind die Gynäkologische Klinik, die Urologische Klinik, die Chirurgische Klinik, die Klinik für Innere Medizin sowie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in enger Zusammenarbeit mit speziell ausgebildeten Pflegekräften und Physiotherapeuten.
Unsere Spezialisten bieten Ihnen
- die Abklärung und Behandlung von Harnverlust aller Art und Senkungszuständen des weiblichen Genitaltrakts in der Gynäkologischen Klinik
- die Abklärung und Behandlung von Harninkontinenz/ Harnblasenentleerungsstörungen und Beckenbodenfunktionsstörungen des männlichen Genitaltraktes in der Urologischen Klinik
- die Abklärung und Behandlung von funktionellen Dickdarmerkrankungen, den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und allen Erkrankungen im Enddarmbereich in der Proktologie (Chirurgische Klinik)
Leistungsspektrum
- Moderne apparative Diagnostik, Endosonografie, Blasendruckmessung, Urethradruckprofil, Rektomanometrie, Blasen- und Darmspiegelungen, Computertomografie
- Medikamentöse und spezifische krankengymnastische Therapie
- Innovative Therapieformen Elektrostimulation (TENS)
- Operative Behandlungsverfahren der Harninkontinenz der Frau, wie spannungsfreie Bänder (TVT, TOT), Injektionstherapie (Urethrabulking), BURCH-Kolposuspension
- Künstlicher Harnröhrenschließmuskel
- Implantation von Bändern bei der Harninkontinenz des Mannes
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit der Kliniken Urologie, Frauenheilkunde, Kinderheilkunde, Chirurgie, Proktologie, Gastroenterologie und Radiologie
- Kooperation mit geschulter Pflege und Krankengymnastik
- Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen
- Schulungsseminare für Pflegepersonal und Ärzte
Unser Ziel ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten ärztlichen und nichtärztlichen (physiotherapeutischen und pflegerischen) Fachbereiche zum Wohl der Patientinnen und Patienten. Dazu hat sich die Havelland Kliniken GmbH im April 2010 dem Expertenrat der Deutschen Kontinenzgesellschaft gestellt und in einer Visitation die Zertifizierung des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums erfolgreich abgeschlossen.


Chefarzt
Dr. med. Mike Lehsnau
Facharzt für Urologie
Andrologie,
medikamentöse Tumortherapie
Tel: 03321 42-1260
Email: mike.lehsnau@havelland-kliniken.de
Spezialsprechstunde Prostatakarzinomzentrum in der Klinik Nauen
Klinik Nauen • Ketziner Straße 21 • 14641 Nauen
| Koordination: | Chefarzt Dr. med. Mike Lehsnau | |
| Telefon: | 03321 42-1260 | |
| Sprechzeit: | jeden Mi. 12:00 bis 16:00 Uhr | |
| Raum: | ||
| Anmeldung: | Frau Hartz |
Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

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Die Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. bestätigt dem Prostatakarzinomzentrum Nauen die Erfüllung der geforderten Qualitätskriterien.
zur Internetseite [www.krebsgesellschaft.de]
Fast jeder Mann wird im Laufe seines Lebens mit einer Erkrankung der Prostata konfrontiert. Sei es eine Prostataentzündung, gutartige Vergrößerungen oder der in seiner Häufigkeit und Aggressivität zunehmende Prostatakrebs. Alle Formen beeinträchtigen die Lebensqualität entscheidend und erfordern eine fachkundige und meist interdisziplinäre Beratung und Behandlung.
Unser neugegründetes interdisziplinäres Prostatazentrum in der Urologischen Klinik der Havelland Kliniken GmbH versteht sich als erste Anlaufstelle für Patienten mit Erkrankungen der Prostata und gewährleistet eine umfassende Information der Patienten in der Klinik, bei den niedergelassenen Kooperationspartnern und in interdisziplinären Sprechstunden. Dies bildet die Grundlage für eine individuelle und ganzheitliche Diagnostik und Behandlung im Sinne der Patientenorientierung. Wir bieten Patienten das gesamte Spektrum der Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Prostataerkrankungen an. Der Zusammenschluss erfahrener Spezialisten unter einem Dach ermöglicht die Versorgung der Patienten auf höchstem Niveau. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Behandlung von Prostatakrebs mit neuesten operativen Techniken oder moderner Strahlentherapie dar.
Am Prostatazentrum beteiligt sind unter anderem Disziplinen wie Urologie, Strahlentherapie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und die Selbsthilfegruppe Prostatakrebs. Die Behandlung von Tumorerkrankungen erfolgt nach internationalen Richtlinien.
Unser Prostatazentrum bereitet sich momentan auf die für Juni 2011 beantragte Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft vor. Die Zertifizierungsanforderungen und somit Grundlage für die Zertifizierung von Prostatakarzinomzentren sind die Fachlichen Anforderungen an Prostatakarzinome, welche im sogenannten Erhebungsbogen festgelegt sind. Ziel der Deutschen Krebsgesellschaft ist es, die Versorgung der an Prostatakrebs erkrankten Menschen zu verbessern. Hierfür wurde in Zusammenarbeit mit OnkoZert ein gesamtheitliches Zertifizierungssystem für die Prostatazentren entwickelt.
Leitbild
Leitbild [download als PDF]
Struktureller Aufbau
Struktur [download als PDF]
Jahres-Fortbildungsplan 2012
Fortbildungsplan [download als PDF]
Kooperationspartner
Kooperationspartner [download als PDF]
Aktuelle Studie
HAROW-Studie
Unser Prostatakarzinomzentrum nimmt derzeit an einer Studie teil (HAROW). Hierbei handelt es sich um eine Beobachtungsstudie zur Versorgungssituation von Männern mit einem neu diagnostizierten, lokal begrenzten Prostatakarzinom.
zur Internetseite [www.harow.de]
Persönlicher Behandlungsplan
Persönlicher Behandlungsplan [download als PDF]
Selbsthilfegruppe -
Prostatakarzinom
Herr Tonsky j-m-tonsky@web.de
Die Selbsthilfegruppe trifft sich im Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember jeden 2. Donnerstag
um 16:00 Uhr in der Klinik Nauen.
Flyer der Selbsthilfegruppe Nauen [download als PDF]

Chefarzt
Dr. med. Bernd Ruschen
Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie
Tel: 03321 42-1200
Email: bernd.ruschen@havelland-kliniken.de
Sprechstunde Darmzentrum in der Klinik Nauen
Klinik Nauen • Ketziner Straße 21 • 14641 Nauen
| Koordination: | Chefarzt Dr. med. Bernd Ruschen | |
| Telefon: | 03321 42-1200 | |
| Sprechzeit: | jeden Mi. 12:00 bis 16:00 Uhr | |
| Raum: | ||
| Anmeldung: |
Früher war die Diagnose Darmkrebs für einen Patienten vernichtend und kam quasi
einem Todesurteil gleich. Die heutige Situation ist bedeutend besser.
Intensive medizinische Forschung und wissenschaftliche Studien haben inzwischen gezeigt,
dass Darmkrebs heilbar und mit einer normalen Lebenserwartung verbunden sein kann.
Dazu trugen in erster Linie Erfahrungen in der Früherkennung,
moderne und stadiengerechte Operationsverfahren
sowie neueste onkologische Behandlungsstandards in der
Strahlen- und Chemotherapie bei.
Entscheidend für den Gesamterfolg einer Darmkrebsbehandlung
ist die Konzentration neuester medizinischer Erkenntnisse
aller beteiligten Fachrichtungen. Dies bietet die Havelland Kliniken GmbH in ihrem interdisziplinären Darmzentrum.
Die Diagnostik und Therapie orientiert sich an nationalen und internationalen Forschungsergebnissen,
die in den so genannten S3-Leitlinien ihre praktische Anwendung finden.
Zusätzlich sind im Darmzentrum weitere Leistungsangebote, wie die Schmerztherapie, psychologische Betreuung, Ernährungsberatung, Stoma- und Wundbehandlung sowie
Hilfeleistung in sozialen Fragen durch unsere Sozialarbeiter fest integriert.
Die Diagnostik- und Therapieergebnisse werden im Rahmen von klinischen Qualitätsstudien ständig überprüft und neu angepasst.
Mit der Behandlung in unserem Darmzentrum sind die optimalen Heilungserfolge für die uns anvertrauten Patienten gewährleistet.
Zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen zählt die Spiegelung des gesamten Dickdarmes, die so genannte Koloskopie.
Die Untersuchung wird am gereinigten Dickdarm unter Anwendung einer intravenösen Beruhigungsspritze nahezu schmerzfrei durchgeführt.
Vorstufen des Darmkrebses, insbesondere Polypen, werden entdeckt und abgetragen.
Damit kann das Risiko, an einem bösartigen Tumor zu erkranken, deutlich herabgesetzt werden. Gleichzeitig werden mit der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung bösartige Tumore in der Regel frühzeitiger erkannt und einer chirurgischen Therapie zugeführt.
In unserer Funktionsdiagnostik werden jährlich mehr als 3000 Koloskopien durchgeführt.
Koloskopie (Spiegelung des Dickdarms)
Die Koloskopie zählt zu den wichtigsten diagnostischen Maßnahmen bei der Entdeckung eines Dickdarm- oder Mastdarmkrebses. Ausmaß und Lokalisation können genau erkannt und beschrieben werden. Bei jedem verdächtigen Tumor werden zahlreiche Gewebsproben zur histologischen Untersuchung entnommen.
Rektoskopie und Endosonographie
Beim Mastdarmkrebs ist zur exakten Höhenlokalisation zusätzlich eine Spiegelung mit einem Rektoskop für das geplante Operationsverfahren und damit den Heilerfolg von sehr großer Bedeutung.
Unverzichtbar für die präoperative Ausbreitungsdiagnostik ist weiterhin eine Ultraschalluntersu-
chung im Enddarm.
Mit einer hochmodernen speziellen Untersuchungsmethode,
der so genannten Endosonographie, lässt sich bereits vor der Operation das Tumorstadium sicher beurteilen.
Nach neuesten Forschungsergebnissen können bei fortgeschrittenen Tumoren die chirurgischen Behandlungsergebnisse mit einer präoperativen Chemo- und Strahlentherapie deutlich gebessert werden.
Computertomographie
Lässt sich insbesondere beim Mastdarmkrebs die Tumorausdehnung mit der Endosonographie technisch nicht sicher feststellen, werden die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) als moderne bildgebende Verfahren ergänzend angewendet.
Chirurgische Therapie
Die chirurgische Therapie bildet unverändert die wichtigste Säule in der interdisziplinären Krebsbehandlung und wird nach den S3-Leitlinien durchgeführt.
In der Regel ist eine sogenannte Radikaloperation erforderlich. Dabei werden nicht nur der bösartige Tumor des Darmes mit den geforderten Sicherheitsabständen,
sondern auch die zugehörigen Lymphabflussgebiete umfangreich entfernt.
Entscheidend für den Operationserfolg sind erfahrene Darmchirurgen. Das Darmzentrum verfügt über Operateure,
die in jahrelanger chirurgischer Tätigkeit nahezu 1000 Eingriffe am Dick- und Mastdarm durchgeführt haben.
Seit 8 Jahren werden die Tumoroperationen nicht nur über große Bauchschnitte, sondern überwiegend mit minimal-invasiven Operationstechniken,
der sogenannten Schlüssellochoperation, über Minischnitte von 10 mm erfolgreich durchgeführt. Der Anteil der laparoskopischen Darm-Operationen
beläuft sich derzeitig auf 50 - 60 %.
Dank neuester Operationstechniken ist eine bleibende Darmverlagerung nach außen (Anus praeter) in unserem Zentrum äußerst selten erforderlich.
Pathologische Untersuchung
Die Operationspräparate werden von sehr erfahrenen und hochspezialisierten Pathologen mikroskopisch aufgearbeitet.
Nach Vorliegen des histologischen Ergebnisses wird in einer interdisziplinären Tumorkonferenz für jeden einzelnen Patienten
das weitere therapeutische Vorgehen diskutiert und definitiv festgelegt.
Das Zentrum arbeitet seit Jahren mit einer mehrfach zertifizierten Gemeinschaftspraxis für Pathologie in Berlin zusammen.
Schmerztherapie
Nach jeder Operation fürchten Patienten postoperative Schmerzen. Von erfahrenen Schmerztherapeuten wurde für Patienten nach großen Eingriffen am Darmsystem ein Konzept erarbeitet, das nahezu Schmerzfreiheit gewährleistet. Für jeden Patienten wird individuell eine Schmerzmittelgabe festgelegt. Erfahrungsgemäß treten nach „Schlüssellochoperationen“ weniger Schmerzen auf, so dass die Medikamentengabe deutlich herabgesetzt werden konnte.
Chemotherapie
Bei bestimmten Tumorstadien führt die Chemotherapie zu einer Verbesserung der chirurgischen Behandlungsergebnisse.
Die Chemotherapie wird von erfahrenen Onkologen durchgeführt. Beim Dickdarmkrebs erfolgt die Chemotherapie in der Regel bei Vorliegen
des histologischen Ergebnisses nach der Operation (adjuvante Therapie).
Dagegen haben Studien gezeigt, dass bei fortgeschrittenen Tumoren des Mastdarmes eine präoperative kombinierte Strahlen- und
Chemotherapie zu besseren Operationsergebnissen führt (neoadjuvante Radio-Chemotherapie).
Strahlentherapie
In der Mehrzahl der Krankheitsfälle des Mastdarmkrebses lassen sich bei den Voruntersuchungen die Tumorstadien bereits sicher feststellen.
Bei fortgeschrittenen Tumorstadien wird vor der Operation eine kombinierte Bestrahlungs- und Chemotherapie (neoadjuvante Radio-Chemo-Therapie) durchgeführt.
Die Tumorgröße wird dabei deutlich verkleinert und bereits vorhandene Lymphknotenmetastasen können beseitigt werden.
Dadurch lässt sich der nachfolgende chirurgische Eingriff mit besseren Heilungsergebnissen durchführen.
Die Strahlentherapie wird seit Jahren von unserem Kooperationspartner im Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam durchgeführt.
Psychoonkologische Beratung
Während der Dauer der Behandlungszeit im Darmzentrum werden unsere Patienten von einer erfahrenen, klinisch und onkologisch ausgebildeten Psychologin intensiv betreut. Sie bietet Hilfe bei der Bewältigung der seelischen Belastung und trägt entscheidend zum Behandlungserfolg bei.
Genetische Beratung
Ernährungsberatung
Stomaberatung
Sozialdienst
Physiotherapie
Palliativmedizin und Hospiz
Die ständige Nachsorge operierter Patienten dient in erster Linie der Früherkennung eines wieder auftretenden Tumors (Rezidiv) und
ist gleichzeitig ein unverzichtbarer Bestandteil der Qualitätskontrolle unserer Therapieergebnisse.
Bei Abschluss der Behandlung erhalten alle Patienten am Entlassungstag ein Nachsorgeschema, in dem turnusgemäße Kontrolluntersuchungen festgelegt sind.
Zu den wichtigsten Nachuntersuchungen zählen:
- die körperliche Untersuchung
- die Ultraschalluntersuchung insbesondere der Leber
- die Röntgenuntersuchung der Lunge
- die Koloskopie
- Laboruntersuchungen
Die Untersuchungen werden in Kooperation mit den Hausärzten und dem Darmzentrum durchgeführt. Die Auswertung der Befunde wird in unserer Tumorsprechstunde durchgeführt.
Vom Darmzentrum wurde eine Selbsthilfegruppe initiiert. Sie wird geleitet von betroffenen Patienten. In der Selbsthilfegruppe besteht ein reger Meinungs- und Erfahrungsaustausch
über den eigenen persönlichen Krankheitsverlauf, durchgeführte Untersuchungen, Therapiemaßnahmen, Stomaversorgung sowie Möglichkeiten der gegenseitigen Hilfe.
Die Selbsthilfegruppe führt Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema Darmkrebserkrankungen unter Beteiligung von Ärzten und Schwestern des Darmkrebszentrums
der Havelland Kliniken GmbH durch. Zwischen der Leitung des Darmkrebszentrum und der Selbsthilfegruppe findet ein reger Informationsaustausch statt,
sodass auch bei auftretenden Problemen schnell Abhilfe geschaffen werden kann.