29. 06. 2020

Budenzauber

Was da auf der Baustelleneinrichtungsfläche vor der Westseite des Krankenhauses Nauen wächst, ist nicht etwa die temporäre Corona-Pflegestation des Landkreises... Da die Umbaubereiche sowohl im Erdgeschoss (Notfallaufnahme) als auch im ersten Obergeschoss knapp bemessen sind und keine Ausweichflächen zur Verfügung stehen, schaffen sich die beteiligten Baufirmen jetzt selbst ihre benötigten Räumlichkeiten als Sozial- oder auch Büroraum. Aus Raumzellen und Containern entsteht auf zwei Geschossen eine provisorische Architektur, die noch mit einem WC-Container komplettiert wird. Den Anfang hat die Firma DASA aus Nessenheide gemacht, die für die Heizungs- und Sanitärinstallationen zuständig ist. Folgen werden noch weitere Gewerke, die dort neben der Feuerwehrumfahrt vorübergehend Außenstellen ihrer Firmensitze einrichten werden.


29. 05. 2020

Alles neu macht der Mai

Jetzt fällt es leicht, sich die neue Notfallaufnahme vorzustellen: Die Trockenbauer (Fa. SPOMA aus Magdeburg) haben die kompletten Grundkonstruktionen der neuen Innenwände gestellt. Zwar sind die Metallständergerüste erst einseitig mit Gipskartonplatten beplankt, um von der anderen Seite die Haustechnik-Leitungen integrieren zu können, aber jetzt kann man die Raumgrößen und –zusammenhänge gut beurteilen und die Behandlungswege nachvollziehen.

Ab Pfingsten setzen dann die haustechnischen Gewerke ein und legen Leitungen und Kanäle für Wasser, Heizung, Abwasser, Lüftung, Elektro und Netzwerk. Dringend erwartet werden auch die großformatigen Stahlzargen für die Schiebetüranlagen, die mit der Metallständerkonstruktion verbunden werden müssen, damit später nichts wackelt.


26. 05. 2020

Unendliche Weiten

Im ersten Obergeschoss der Klinik Nauen bietet sich derzeit ein verblüffender Anblick – ein komplett leeres Geschoss. Nach dem Abriss der Binnengliederung aus nichttragenden Wänden und den abgehängten Decken durch die Firma ERV aus Oranienburg ist jetzt vorübergehend ein hallenartiger, riesiger Raum entstanden. Am 27. und 28. Mai erfolgt noch eine Messung zur Luftqualität; die Abrissfirma hat die Räume sogar mit Staubsaugern gereinigt, um jedes Staubpartikel der bisher eingebauten Mineralfaser-Dämmung aus Wänden und Decken restlos zu eliminieren. Danach kann dann der „Wiederaufbau“ starten und die Trockenbaufirma zieht wieder neue Wände ein. 


15. 05. 2020

Auf dem Weg nach oben – Aufzug und Treppe

Es wirkt wie eine farbenfrohe Kunst-Installation im Außenbereich der Documenta, ist aber tatsächlich das infrastrukturelle Herzstück der Baustelle im ersten Obergeschoss der Klinik Nauen. Um die Andienung und Versorgung der Umbaubereiche in der früheren Intensivstation und im Aufwachraum unabhängig vom Klinikbetrieb sicherzustellen, musste ein Zugang geschaffen werden. Eine Gerüsttreppe und ein Aufzug mit einer Tragfähigkeit von 750 kg ermöglichen nun trotz der Lichtschächte vor dem Gebäude die Baustellenversorgung. Dafür musste ein Fenster demontiert und für den Zeitraum der Bautätigkeiten durch eine provisorische Tür ersetzt werden. Das filigrane Metallgebilde der Gerüstkonstruktion vor der Krankenhausfassade wird bis mindestens September kommenden Jahres erhalten bleiben.
 
Im Gartenbereich vor dem Aufzug ist eine eingezäunte Baustelleneinrichtungs-Fläche entstanden, die Feuerwehrzufahrt konnte freigehalten werden. Hier stehen derzeit die Entsorgungscontainer des Abrissunternehmens, anschließend wird die Fläche als Lagerfläche für die bauausführenden Firmen benötigt.


07. 05. 2020

Weggezaubert

Eben war sie doch noch da. 21 Jahre lang stand sie dort unübersehbar an der Giebelseite des Krankenhauses Nauen. Und auf einmal – wie über Nacht – ist sie verschwunden.

Sie – das ist die blau leuchtende Fahrzeughalle der Notfallaufnahme Nauen, die von der Abrissfirma ERV aus Oranienburg nahezu geräuschlos in ihre Bestandteile zerlegt worden ist und als Metallkonstruktion nun in den Schrott gewandert ist. Dieser Schritt wurde nötig, weil in wenigen Wochen an dieser Stelle der Fundamentaushub für die neue Fahrzeughalle der Liegendkrankenanfahrt erfolgen soll. Die neue Halle wird deutlich größer als die alte und auch als monolithische Massivkonstruktion ausgeführt. Damit bleibt es im Sommer kühler in dem Bauwerk und der Platz reicht künftig aus, um auch drei Rettungswagen gleichzeitig abfertigen zu können. Das war nämlich der größte Nachteil der alten Halle: Es konnte immer nur ein Fahrzeug unter Dach stehen, bei Regenwetter mussten Patienten aus einem zeitgleich eintreffenden zweiten Fahrzeug im Regen und im Kalten ausgeladen werden.

Künftig wird es für Notfallpatienten und natürlich auch das Rettungswagenpersonal deutlich angenehmer und komfortabler werden.