Pressemitteilung Juni 2019

Konzentration der Kräfte und in der Region verankert!
In der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe ändert sich zum 1. Juli diesen Jahres die Anzahl der Gesellschaften

Die Gesundheitszentrum Premnitz GmbH (GZP) wird mit der Medizinisches Dienstleistungszentrum Havelland GmbH (MDZ) verschmolzen und es erfolgt eine Beteiligung von Kommunen aus dem Havelland an der MDZ

Die GZP gehört seit 2015 zum Unternehmensverbund. Sie ist bislang eine Tochtergesellschaft der MDZ. 10 % der Gesellschaftsanteile hält die Stadt Premnitz.
Die vier Facharztpraxen und die Abteilung Physiotherapie, welche die GZP in der Stadt betreibt, entsprechen Strukturen, die auch in der MDZ existieren. Diese betreibt bereits Standorte in Rathenow, Nauen (Stadt und Ortsteile Wachow, Groß Behnitz und Retzow) und Falkensee.
Da die GZP jedoch nur in der Stadt Premnitz aktiv ist, wirken sich Umsatzschwankungen jedweder Art gleich spürbar aus. Dies zeigte sich bei der langen Vakanz in der Praxis für Dermatologie bedingt durch die schwere Erkrankung von Dr. Pluskat und die gestiegenen Aufwendungen, die der Umzug der Praxen in den Neubau des Gesundheits- und Familienzentrums Premnitz im Sommer 2017 mit sich gebracht hat.

Um das medizinische Versorgungsangebot am Standort Premnitz nachhaltig abzusichern, fiel die Entscheidung, MDZ und GZP miteinander zu verschmelzen. Die Gesellschafterversammlung der Havelland Kliniken und die Stadtverordnetenversammlung Premnitz haben dem zugestimmt.
Die GZP wird damit zum vierten Standort der MDZ im Landkreis. Ziel der Maßnahme ist es, Synergieeffekte personeller und finanzieller Art zu erzielen.
Für die Patienten in Premnitz ändert sich durch diesen Schritt nichts, denn ihre medizinische Versorgung geht in gewohnter Weise bruchlos weiter. Die bisherigen Mitarbeiter der GZP gehen im Wege des Betriebsübergangs in die MDZ über. Die Stadt Premnitz wird weiterhin Gesellschaftsanteile – nunmehr an der MDZ - halten und auf 5 % aufstocken. Diese bewährte Art der kommunalen Partnerschaft soll den Rahmen der gemeinsamen Verantwortung für die Entwicklung der gesundheitlichen Versorgung am Standort Premnitz bilden.
Es ist geplant, dieses Modell auch auf den Standort Wustermark/Elstal zu übertragen. Hier hat die Havelland Kliniken Unternehmensgruppe bereits im Jahr 2015 ein Grundstück erworben, auf dem sie den Neubau eines Seniorenpflegezentrums vorbereitet. Darüber hinaus wird auch die MDZ mit verschiedenen Angeboten vor Ort präsent sein, die in Abstimmung mit der Gemeinde und Bürgermeister Holger Schreiber entwickelt werden. Die Gemeinde Wustermark hat gleichfalls 5 % der Gesellschaftsanteile der MDZ übernommen. Die verbleibenden 90 % der Gesellschaftsanteile werden durch die Havelland Kliniken GmbH gehalten. Geschäftsführer der MDZ sind Jörg Grigoleit und Andreas Mäder. Die bisherige Geschäftsführerin der GZP, Katja Schultz, bleibt Verwaltungsleiterin der MDZ. Die neue Gesellschaft hat 205 Beschäftigte und betreibt 13 Arztpraxen an verschiedenen Standorten im Havelland. Gesellschaftszweck der MDZ ist die Erbringung ambulanter ärztlicher Hilfeleistungen, die Erbringung von Dienstleistungen für andere Gesundheitseinrichtungen und die Unterhaltung ambulanter Pflegedienste.

Zur Vorgeschichte
Die Idee der Übernahme des Gesundheitszentrums Premnitz durch die Havelland Kliniken Unternehmensgruppe war seinerzeit vom Geschäftsführer Jörg Grigoleit und dem damaligen Bürgermeister der Stadt, Roy Wallenta, entwickelt worden. Die Stadt sah darin eine tragfähige Lösung, um die medizinische Versorgung nachhaltig sicherzustellen. Die Unternehmensgruppe hatte ein Interesse daran, ihr Engagement am Standort mit zentraler regionaler Versorgungsfunktion auszubauen, indem sie neben dem Seniorenpflegezentrum Premnitz und einer Rettungswache nun auch im Bereich der ambulanten medizinischen und pflegerischen Versorgung aktiv wurde. Im Zuge dessen war die Unternehmensgruppe auch bereit, den Bau des neuen Gesundheitszentrums in der Gerhart- Hauptmann-Str. wesentlich mitzufinanzieren.
Zeitgleich mit dem Gesundheitszentrum Premnitz übernahm die Havelland Kliniken Unternehmensgruppe auch die damaligen Dauerwohnstätte Haus Havelland am Standort. Diese gehört heute unter dem Namen Soziale Betreuungsgesellschaft zum Unternehmensverbund.

V. i. S. d. P. Dr. Babette Dietrich, Pressesprecherin der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe


Die Gesundheit im Alter stabilisieren

Juni 2019

Die Lebenserwartung der Menschen (nicht nur) in Deutschland hat sich deutlich verlängert. Daher werden in allen Gebieten der Medizin auch zunehmend Patienten mit einem Lebensalter über 65 Jahren behandelt. Sie brauchen spezielle ärztliche und pflegerische Hilfe, wenn sie gebrechlich sind, Vorerkrankungen oder mehrere Krankheiten gleichzeitig haben. Viele Krankheitsbilder äußern sich im Alter anders, Therapieerfolge können verzögert einsetzen. In der Altersmedizin (Geriatrie) verfolgen die Havelland Kliniken stationär und ambulant deshalb einen ganzheitlichen Ansatz. Gerade nach einem stationären Aufenthalt ist es ratsam, den Genesungsprozess ambulant weiter zu unterstützen und Behandlungserfolge zu verfestigen. Die Geriatrischen Tageskliniken in Rathenow und Nauen leisten dies mit ihren abgestimmten Programmen für die Gäste. Durch individuelles Training soll die Verbesserung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit erreicht werden. Bei allem berücksichtigen Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten die höhere Empfindlichkeit und geringere Belastbarkeit alter Patienten. Die Patienten werden dabei unterstützt, ihren häuslichen Alltag soweit es geht selbständig zu bewältigen.
Die Gäste der Geriatrischen Tageskliniken leben bereits wieder in ihrem privaten Umfeld. Sie kommen werktags in der Zeit von 8:00 -15:30 Uhr in Nauen bzw. Rathenow zur Therapie. Auch hier stehen alle Verfahren der Diagnostik und Versorgung einer Klinik zur Verfügung. Den täglichen Transport zwischen Häuslichkeit und Tagesklinik übernimmt ein kundiger Fahrdienst. Dieses Modell entlastet auch pflegende Angehörige, die so eigenen Aufgaben nachgehen können, denn sie wissen die pflegebedürftige Person gut betreut. Voraussetzung für die Aufnahme in der geriatrischen Tagesklinik ist eine entsprechende Einweisung des behandelnden Arztes. In Abständen kann eine Geriatrische Tagesklinik auch mehrfach in Anspruch genommen werden.


Besuch aus China

Mai 2019

Eine 10 köpfige Delegation aus China besuchte die Klinik Nauen in dieser Woche, um sich über das Qualitätsmanagement vor Ort zu informieren. Auch in Asien ist das Zertifizierungsverfahren KTQ bekannt. Da die Gäste Ende des Jahres selbst eine Zertifizierung anstreben, wollten sie sich ein Beispiel in der Praxis ansehen. Besonders die geriatrischen Angebote stationärer und ambulanter Art weckten ihr Interesse. Die Klinik Nauen drückt den Besuchern nun die Daumen für den Erwerb eines eigenen Qualitätsiegels.


Schnell und gezielt – Kompetente Schlaganfallbehandlung

Mai 2019

Ein Schlaganfall kommt meist ohne Vorwarnung. Ausgelöst durch eine Verengung der Arterien kommt es zu Störungen der Blutversorgung im Gehirn, die einen Sauerstoffmangel dieses sensiblen Organs mit sich bringen. Die Folge sind unmittelbare Störungen der Koordination, der Sprechfähigkeit, des Sehens oder des Bewusstseins, oft auch halbseitige Lähmungen. Dann droht dauerhafter Untergang von Hirngewebe und -funktion. In anderen Fällen treten nur milde oder vorübergehende Symptome wie Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen auf. Da diese meist schmerzfrei verlaufen, entscheiden sich leider viele Betroffene zum häuslichen Abwarten. Ein akuter Schlaganfall ist ein Notfall, bei dem es auf die ersten Stunden, ja oft Minuten ankommt. Die richtige und schnelle medizinische Versorgung in einer Klinik mit entsprechender Expertise und Ausstattung ist entscheidend für den weiteren Verlauf. In über 50 % der Fälle kommt es nach einem Schlaganfall zu dauerhafter körperlicher Behinderung. Potentiell kann er sogar lebensbedrohlich sein. Dabei gibt es spezifische Therapien, um die Hirndurchblutung schnell wiederherzustellen und hocheffektive Medikamente, die das Wiederholungs-risiko für einen Schlaganfall deutlich senken können. Die Havelland Kliniken haben große Erfahrung mit strukturierter Schlaganfallversorgung. Ihre Stroke Unit umfasst neben der Versorgung der Patien-ten die lückenlose, medizinische Überwachung in der Akutphase. Es gilt, Komplikationen zu vermei-den, die die Prognose der Patienten verschlechtern. Durch eine engmaschige personelle Betreuung und Monitorüberwachung lebenswichtiger Funktionen können diese frühzeitig erkannt und behandelt werden. Zeitgleich beginnt eine Frührehabilitation durch Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Zusätzlich sind die Havelland Kliniken in einem telemedizinischen Netzwerk (ANNOTeM) organisiert. Dieses sichert die unmittelbare fachneurologische Beurteilung unserer Patienten rund um die Uhr ab.


Eröffnung eines Alterstraumazentrums in der Klinik Rathenow (ATZ)

April 2019

Gebündelte Kompetenz für Patienten ab dem 70. Lebensjahr
Der demografische Wandel veranlasst die Havelland Kliniken erneut zur Erweiterung ihres Leistungsspektrums: Schon seit 2009 arbeitet eine stationäre Geriatrie in der Klinik Rathenow, 2012 kam eine Tagesklinik Geriatrie mit 15 Plätzen hinzu. (Zeitlich versetzt wurden beide Einheiten auch in der Klinik Nauen eingerichtet). Nun wird am 29. April 2019 das Alterstraumazentrum (ATZ) in Rathenow an den Start gehen.
Auch im Havelland ist seit Jahren die Tendenz erkennbar, dass die Lebensdauer der Bevölkerung sich verlängert. Laut Prognosen wird nicht nur der Anteil von Menschen mit einem Lebensalter 65+, sondern auch die Gruppe der Hochaltrigen, also der über 80 Jährigen, im Landkreis deutlich wachsen. Wenn es in dieser Lebensphase zu Stürzen oder Verletzungen kommt (und die Wahrscheinlichkeit dafür steigt mit fortschreitendem Alter), dann sind die Folgen oft schwerwiegender und langwieriger als bei jüngeren Patienten. Schon der Klinikaufenthalt als solches ist für viele Ältere eine Belastung, da sie ihr gewohntes Umfeld und damit auch ihre Tagestruktur (vorerst) verlassen müssen. Und auch eine Narkose vertragen sie oft nicht mehr so gut. Der Heilungsprozess kann sich z. B. wegen Osteoporose komplizierter gestalten. Oft sind zeitgleich Demenz oder Orientierungsstörungen bei diesen Patienten vorhanden, ein Delir kann hinzukommen.
Um eine altersangepasste umfassende Diagnostik und Behandlung dieser Patienten zu gewährleisten und Belastungen möglichst gering zu halten, sollen künftig die Unfallchirurgie und die Geriatrie im Alterstraumazentrum noch enger miteinander verbunden werden. Zum dortigen Team gehören Ärzte, speziell geschulte Pflegekräfte, verschiedene Therapeuten und der Sozialdienst. Oberstes Ziel des ATZ ist es, die Selbstständigkeit der Patienten zu erhalten bzw. wiederherzustellen, damit sie in ihre häusliche Umgebung zurückkehren können.
Verschiedene Elemente werden miteinander kombiniert: Eine Risiko-Einstufung von Patienten ab dem 70 Lj. erfolgt obligatorisch bereits bei ihrer Aufnahme. Im ATZ finden regelmäßig gemeinsame Visiten der Traumatologie und Geriatrie statt, ebenso interdisziplinäre Teamberatungen, um z. B. sobald wie möglich nach einem Eingriff wieder mit der Mobilisierung und Aktivierung der Patienten zu beginnen, damit ihr stationärer Aufenthalt nicht länger währt als nötig. Diagnostik und Therapie von Störungen des Knochenstoffwechsels und Maßnahmen zur Sturzprophylaxe werden integriert. Im Rahmen des für ATZ Patienten besonders wichtigen Entlassmanagements wird auch die nachstationäre Versorgung frühzeitig abgestimmt, geplant und ggf. mit den Angehörigen besprochen.
Räumlich ist das ATZ der Klinik Rathenow in der Chirurgischen Klinik angesiedelt. Neben Patientenzimmern gehört anfangs ein Therapie- und Gruppenraum auf gleicher Ebene zur „Grundausstattung“. Perspektivisch wird eine Zertifizierung des ATZ nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) angestrebt. Wenn die Arbeitsabläufe des ATZ in der Klinik Rathenow sich „eingespielt“ haben, soll geprüft werden, ob eine solche Einheit auch in der Klinik Nauen etabliert werden kann.


Arbeit für eine zukunftsorientierte und praxisnahe Pflegeausbildung

April 2019

Heute gibt es Grund zur Freude: Die künftige Pflegefachschule in Nauen hat mit dem Richtfest ein wichtiges Etappenziel fristgerecht erreicht. Bauherrin ist die Ausbildungszentrum Gesundheit und Pflege Havelland GmbH (AGP), eine Tochtergesellschaft der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe. Ihre Aufgabe ist die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften. Bisher findet dies in den früheren Räumlichkeiten des BAZ e.V. in Selbelang statt. Doch dort ist der Platz knapp, die verkehrs-technische Anbindung des Ortes nicht attraktiv und auch unter den Aspekten eines modernen Unter-richts sind die Gestaltungsmöglichkeiten begrenzt.
Da Nachwuchs in der Pflege, sowohl für die eigenen Einrichtungen als auch für andere Anbieter der Region, ein immer wichtigeres Thema geworden ist, hat sich die AGP entschieden - nach Vorliegen der entsprechenden Zulassung und Baugenehmigung - eine moderne Schule in unmittelbarer Nähe zu vielen Orten der praktischen Ausbildung zu errichten. Möglich wurde dies Vorhaben auch, weil sich der Landkreis als Minderheitsgesellschafter der AGP an den Baukosten beteiligt. Der Kreistag hatte 2016 die Bereitstellung einer zweckgebundenen Einlage in Höhe von 3 Mio. € beschlossen.
Seit November 2018 laufen die Bauarbeiten, um eine zweistöckige Pflegefachschule am Nauener Dreifelderweg zu errichten. Auf rund 1200 m² Nutzfläche entstehen verschiedene Raumarten, die für Aus-, Fort- und Weiterbildung benötigt werden: Klassen- und Kleingruppenräume „für die Theorie“, Pflegekabinette, in denen die praktische Arbeit mit und am Menschen z. B. am Pflegebett oder in einem Pflegebad erlernt und geübt wird, Sporträume und eine Bibliothek. Natürlich dürfen auch Lehrer-zimmer nicht fehlen. Für größere Veranstaltungen lassen sich mehrere Flächen miteinander verbinden, so dass bei entsprechenden Anlässen eine Aula für bis zu 120 Personen gebildet werden kann.
Die Erreichbarkeit der neuen Schule mit Bahn und Bus ist aus verschiedenen Richtungen gegeben und Stellflächen für PKWs und Räder werden in begrenzter Anzahl gleichfalls errichtet. Nicht nur die Schule, sondern auch Einrichtungen der Altenpflege, die Havelland Kliniken und Arztpraxen bzw. am-bulante Pflegedienste sind für die Ausbildenden in und um Nauen gut zu erreichen, was die Attraktivi-tät des Lernorts steigern dürfte.
Der Geschäftsführer der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe, Jörg Grigoleit, sieht in dem Bau-vorhaben einen wesentlichen Beitrag für eine zukunftsorientierte Pflegeausbildung im Havelland. „Nach der Übernahme und Fortführung der Altenpflegeschule in Selbelang, der Zulassung der Kran-kenpflegeschule und der Genehmigung eines Modellausbildungsganges wird nun eine optimale logis-tische Grundlage für die theoretische Ausbildung geschaffen. Damit ist das Havelland für die Zukunft der Pflege gut aufgestellt.“
Die neue Pflegefachschule bildet den angemessenen Rahmen für die innovative Pflegeausbildung, welche die AGP als eine der ersten im Land Brandenburg anbietet. Im Modell-Ausbildungsgang „Ha-velländer Weg“ bereiten sich Schülerinnen und Schüler schon seit letztem Jahr auf die generalistische Pflegeausbildung vor, die ab 2020 bundesweit eingeführt werden soll. In der 3,5 jährigen Ausbildung können die beiden vollwertigen Berufsabschlüsse der Altenpflege sowie der Gesundheits- und Kran-kenpflege erworben werden. Parallel dazu wird noch die klassische Altenpflegeausbildung angeboten.
Wenn die Bauarbeiten auf dem Nauener Grundstück weiterhin wie geplant voranschreiten, können der Umzug der rund 150 Auszubildenden und die Inbetriebnahme im Herbst 2019 erfolgen.
V. i. S. d. P. Dr. Babette Dietrich, Tel. 03321 42 1003, babette.dietrich@havelland-kliniken.de


Den Steinen auf der Spur - Harnsteine und ihre Behandlung

April 2019

Zu den „Volkskrankheiten“ zählen auch die Harnsteine. Im letzten Jahrzehnt haben sich Neuerkrankungen nahezu verdreifacht, so dass 1,2 Millionen Patienten jährlich in Deutschland deswegen behandelt werden müssen. Je nachdem, wo sie sich im Harntrakt angesiedelt haben, unterscheidet man zwischen Nieren-, Harnleiter- oder Blasensteinen. Während letztere meist aufgrund von Blasenentleerungsstörungen entstehen, resultieren Nieren- und Harnleitersteine oft aus falschen Ernährungsgewohnheiten, Stoffwechselstörungen oder Veranlagung. Das Risiko einer Erkrankung steigt, wenn Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes vorliegen. Nicht jeden Harnstein bemerkt man. Wenn er aber als Ganzes oder ein Teil von ihm in den deutlich schmaleren Harnleiter gelangt, führt dies oft zu einem Harnstau. Dieser löst typische Nierenkoliken aus, also wiederkehrende stechende Schmerzen im Bereich der Leiste oder des Bauchs. Die Behandlung von Harnsteinen erfolgt in der Klinik für Urologie. Zur Festlegung der geeigneten Therapie wird mithilfe von Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung Lage und Größe des Steins lokalisiert. Manchmal reicht schlichtes Abwarten bis dieser von selbst abgeht. In anderen Fällen ist ein Eingriff erforderlich. Anders als ihr Name es vermuten lässt, ist die Harnsteinzertrümmerung eine schonende Behandlungsmethode, die in den Havelland Kliniken oft zum Einsatz kommt: Ein hochmodernes ESWL – Gerät (Extrakorporaler Stoßwellen-Lithotripter) gibt magnetische Impulse ab, die eine gebündelte Stoßwelle erzeugen und so die Harnsteine von außen zertrümmern. Dabei kommt kein Skalpell zum Einsatz, oft nicht einmal eine Narkose. Schon nach 1-2 ambulanten Behandlungen ist der Patient die belastenden Steine los. Wenn das nicht reicht, z. B. weil ein Stein zu groß ist, gibt es weitere Therapiemöglichkeiten von der endoskopischen bis zur offenen Operation, die der Arzt mit dem Patienten individuell abstimmt.


Pressemitteilung

April 2019

Gesundheitsversorgung in Nauen wird attraktiver:
Neubau eines Gesundheits- und Verwaltungszentrums (GVN) an der Ketziner Straße



Was im Dezember 2018 in der Ketziner Straße mit den Erkundungsschürfungen zur Ermittlung von Erdauffüllungen begann und im April 2019 mit einem großflächigen Bodenaustausch bis in eine Tiefe von knapp 1,70 m weitergeführt wurde, mündet nun in die Rohbauausführung zur Errichtung des Gesundheits- und Verwaltungszentrums Nauen (GVN).

Bauherr des dreigeschossigen Gebäudes ist die Tochtergesellschaft der Havelland Kliniken, die Gesundheitsservicegesellschaft Havelland mbH (GSG). Genutzt wird es künftig als Ärztehaus und Verwaltungsstandort der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe. Im Neubau werden nicht nur die ambulanten Arztpraxen des Standorts Nauen der Unternehmensgruppe beheimatet sein, sondern auch deren ambulanter Pflegedienst „Helfende Hände“, eine Röntgenpraxis und eine weitere Facharztpraxis. Die Apotheke in der Ketziner Straße zieht ebenfalls in den Neubau und vergrößert damit ihre Fläche.

In den Praxisräumen im ersten Obergeschoss werden künftig die Praxen Dermatologie, Allgemeinmedizin und Chirurgie mit Schwerpunkt Proktologie sitzen, die bisher im Souterrain auf der gegenüberliegenden Straßenseite angesiedelt sind. Im Neubau werden sie künftig auch über zwei moderne Eingriffsräume verfügen. Für kurze Wege der Patienten sorgt die Röntgenpraxis im Erdgeschoss. Für die unmittelbar benachbarte, 140 qm große Facharztpraxis steht der Betreiber noch nicht fest. Gewünscht wird hier eine Fachrichtung, die es am Standort noch nicht gibt und damit das medizinische Angebot erweitert.

Das Personalmanagement des Konzerns, das derzeit in angemieteten Räumen am Lindenplatz untergebracht ist, wird in das zweite Obergeschoss einziehen.

Auf dem 1.523 qm großen Grundstück längs der Ketziner Straße entstehen im neuen Gesundheits- und Verwaltungszentrum Nauen insgesamt knapp über 1.000 qm Nutzfläche und 16 zusätzliche Parkplätze. Die GSG investiert damit für die Stärkung des Standorts Nauen insgesamt rund 4,5 Mio. Euro.

Die Planung des Gebäudes verantwortet das Architekturbüro Brüch Kunath mit Sitz in Birkenwerder. Als Generalunternehmer wurde GERLACH Schlüsselfertigbau aus Einbeck im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung verpflichtet. Um die kurze Bauzeit realisieren zu können, wird eine Stahlskelettkonstruktion mit Spannbetondecken ausgeführt. Dadurch kann gewährleistet werden, dass das Gebäude im Frühjahr 2020 bezugsfertig ist. Ab März werden nach nur 10 Monaten Bauzeit die ersten Nutzer in ihre neuen Räume einziehen.


Krankhaftem Übergewicht erfolgreich zu Leibe rücken

März 2019

Ein paar Pfunde mehr z. B. nach Schlemmereien an Feiertagen lassen sich in der Regel mit maßvoller Ernährung und regelmäßiger Bewegung rasch wieder „abschmelzen“. Für immer mehr Menschen reicht eine befristete Diät jedoch nicht aus. Ein systematisches Vorgehen unter ärztlicher Aufsicht ist angezeigt, um krankhaftes Übergewicht (Adipositas) erfolgreich zu therapieren. Die Weltgesundheitsorganisation definiert dies ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m². Das renommierte Adipositaszentrum der Havelland Kliniken bietet seinen Patienten verschiedene Programme an, um eine dauerhafte Gewichtsreduktion zu erreichen. Dazu bedarf es interdisziplinärer Diagnostik und Therapie. Unter ernährungsmedizinischer Leitung arbeitet das Adipositaszentrum der Havelland Kliniken eng mit anderen Gesundheitsberufen wie z. B. Ernährungswissenschaftlern, Sporttherapeuten und Psychologen zusammen. Ihre umfassende Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie verfolgt das Ziel, dauerhaft die Grundlage für einen gesunden Lebensstil zu schaffen. Das aktivierende Programm ist auf einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten angelegt. Dabei wird mit jedem Patienten ein individuelles Therapieziel festgelegt. Führt die konservative Behandlung nicht zum Erfolg oder liegt ein sehr extremes Übergewicht vor, kann im Adipositaszentrum auch ein geeigneter operativer Eingriff erfolgen. Um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern, bieten beide Klinikstandorte nach dem Ende der Maßnahme weitere Nachsorgen in Abständen von sechs Monaten an. Die Treffen der Selbsthilfegruppen sind für viele Teilnehmer eine wertvolle Unterstützung. Die Überweisung der Patienten ins Adipositaszentrum übernimmt der Hausarzt, welcher auch nach dem Adipositas-Programm ihr erster Ansprechpartner bleibt. Durch die nahtlos aufeinander abgestimmte Betreuung im Adipositaszentrum der Havelland Kliniken lassen sich Gesundheit und Lebensqualität für Patienten erheblich verbessern.
Kontakt: Havelland Kliniken GmbH, Adipositaszentrum, Ketziner Straße 19, 14641 Nauen, Telefon 03321 42-1200.


Inkontinenz ist nicht peinlich, sondern behandelbar

Februar 2019

Allein in Deutschland gibt es ca. 5 Mio. Betroffene. Und zwar im wortwörtlichen Sinn: So viele Männer und Frauen leiden unter unfreiwilligem Verlust von Urin oder Stuhl, der sogenannten Inkontinenz. Viele verdrängen das Thema jedoch und schweigen aus Scham. Dabei lohnt es sich, aktiv zu werden für die eigene Gesundheit. Mittlerweile sind Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der Inkontinenz so weit entwickelt, dass für viele Betroffene wesentliche Besserungen erreicht werden können. Diesem Ziel hat sich auch das zertifizierte Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Havelland Kliniken verschrieben. Hier arbeiten verschiedene medizinische Fachrichtungen zusammen. Durch konservative oder schonende operative Methoden können Patienten eine spürbare Steigerung ihres Wohlbefindens erfahren. Da zum Verschlussmechanismus der Blase auch der Beckenboden zählt, bieten Physiotherapeuten und speziell geschultes Pflegepersonal unseren Patienten ein entsprechendes Trainingsprogramm an, das vorbeugend und begleitend hilfreich sein kann. Das Zentrum unter der Leitung von Dr. Kerstin Aurich arbeitet eng mit den niedergelassenen ärztlichen Kollegen zusammen und ist auch für diese ein kompetenter Ansprechpartner.
Am Beginn der Behandlung stehen die ausführliche Diagnostik einschließlich Krankengeschichte, speziellem Fragebogen und ausführlichen Untersuchungen. Wenn konservative Maßnahmen nicht reichen, stehen diverse minimal-invasive Methoden zur Verfügung. Ein Eingriff dauert nur ca. 15 Minuten und die Erfolgsraten einer Heilung liegen bei 90 %. Im Rahmen von Vorträgen und Informationsveranstaltungen sind Frau Dr. Aurich und ihr Team vom Kontinenz- und Beckenbodenzentrum unterwegs, um über Symptome, Hilfsmittel, OP- Methoden und Möglichkeiten der Vorbeugung aufzuklären. Das Thema Inkontinenz sollte nicht länger tabu sein, denn mit Training und/oder Behandlung lässt sich heute der Alltag „trotzdem“ für viele unbeschwerter gestalten und erleben.
Kontakt:
Havelland Kliniken GmbH, Klinik Nauen
OÄ Dr.med. Kerstin Aurich, FÄ für Gynäkologie und Geburtshilfe
Leiterin Kontinenz- und Beckenbodenzentrum
Ketziner Straße 21, 14641 Nauen
Telefon: 03321 42 1200


+++ Notfallversorgung der Klinik Nauen jetzt rechts im Erdgeschoss +++

Februar 2019

Um kommende gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und unsere akut behandlungsbedürftigen Patientinnen und Patienten besser und schneller versorgen zu können, bauen wir die Notfallversorgung der Klinik Nauen grundlegend um.
Als Voraussetzung dafür werden die bisherigen Räumlichkeiten (links vom Haupteingang) bis zum Wochenende freigezogen.
Die Notfallversorgung ist ab sofort im rechten Flügel des Erdgeschosses zu erreichen.

Alle Patienten, die nicht mit dem Rettungsdienst eingeliefert werden, nutzen bitte für den Weg zur Notfallversorgung den Haupteingang der Klinik und wenden sich dann vor dem Fahrstuhlbereich nach rechts.
Eine entsprechende Ausschilderung ist installiert, die Mitarbeiter des Infodienstes helfen Ihnen bzw. Ihren Begleitpersonen ggf. gern weiter.

Da es wegen der bevorstehenden Bauarbeiten zu weiteren Einschränkungen auf dem Vorplatz der Klinik kommen wird, bitten wir alle Besucher und Patienten nachdrücklich darum, das geltende Park- und Halteverbot zu beachten, um den Transport Schwerverletzter und behinderter Personen nicht noch mehr zu erschweren.

Achtung Haltestellenänderung: Der Stadtbus 666 wird wegen der Bauarbeiten ab Montag, d. 4.2.2019 bis auf weiteres nicht mehr die Haltestelle unmittelbar vor dem Haupteingang der Klinik anfahren..
Der letzte Halt wird die offizielle Haltestelle an der Ketziner Str. (am Beginn der Hauptzufahrt zur Klinik) sein. Er wird dann auf dem Parkplatz Ketziner Straße wenden und die Rücktour beginnen.

Wir bitten Sie alle herzlich um Verständnis für diese Einschränkungen. Da wir bei laufendem Betrieb bauen, können wir nur so die volle Handlungsfähigkeit der Klinik gewährleisten.


+++ Shuttle fährt ab dem 21.01.2019 wieder +++

Liebe Patientinnen und Patienten,

der Shuttle Buss der Stadt Nauen
für die Allgemeinarztpraxis Dr. med. Matthias Redsch

Fahrzeiten: Montag- und Dienstagvormittag von Wachow nach Groß Behnitz über Niebede und Gohlitz

fährt ab dem 21.01.2019 wieder.


Die Schilddrüse – klein, aber oho!

Januar 2019

Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, das wichtige Aufgaben im Körper erfüllt. Sie wiegt nur etwa 25 Gramm und hat ihren Platz im vorderen Halsbereich unterhalb des Kehlkopfs dicht an der Luftröhre. Ihre Form erinnert an einen Schmetterling. Sie produziert Schilddrüsenhormone und setzt diese frei. Diese Hormone bestimmen den Körperstoffwechsel in entscheidendem Ausmaß und steuern zahlreiche Funktionen anderer Organe wie z. B. den Energieverbrauch, die Regulation der Körperwärme, die Aktivität von Nerven, Muskeln, Herz, Kreislauf, das seelische Wohlbefinden, die Sexualität sowie v. a. bei Kindern die körperliche und geistige Entwicklung. Macht man sich diese Fülle von Aufgaben klar, wird auch klar, weshalb bei einer Störung der Schilddrüsenfunktion zahlreiche weitere Organe und Abläufe im Körper in Mitleidenschaft gezogen werden. Und Erkrankungen der Schilddrüse sind weit verbreitet. Sie können sich auf sehr unterschiedliche Weise bemerkbar machen und manche sogar erst im fortgeschrittenen Stadium. Am bekanntesten sind Über- bzw. Unterfunktion der Schilddrüse sowie die Bildung heißer bzw. kalter Knoten am Organ selbst. Zur Therapie kann auf Medikamente, Operationen sowie die Gabe von radioaktivem Jod zurückgegriffen werden. In den Havelland Kliniken werden Schilddrüsenerkrankungen im Bereich Allgemein- und Viszeralchirurgie behandelt. Verbesserte Operationsmethoden und feinere Instrumente ermöglichen eine schonende und effektive operative Technik. Dem Stimmbandnerv gilt dabei stets besondere Aufmerksamkeit. Chefarzt Dr. Lenz und sein Team haben viel Erfahrung damit und können eine breite Palette von Behandlungen anbieten. In einer Spezialsprechstunde legen sie mit dem Patienten die für ihn beste Therapie fest. Fragen über mögliche Auswirkungen eines Eingriffs auf die Stimme oder nach der Sichtbarkeit von Narben nach einer OP - hier kann alles in Ruhe mit den Experten der Klinik geklärt werden.