Rettungsdienst spezial

Dynamische Patientensimulation

Dynamische Patientensimulation

 

Fortbildung der Rettungskräfte

Mit der Dynamischen Patientensimulation kann eine Großschadenlage bzw. ein ManV mit einer Vielzahl von Verletzten und Betroffenen simuliert werden. Neben den Führungskräften werden insbesondere die ersteintreffenden Rettungskräfte geschult und können die Bewältigung von Großschadenlagen praktisch trainieren. Neben dem Prozesstraining werden die etablierten Systeme auf Praktikabilität überprüft, Führungskräfte geschult sowie die Kommunikation im Team in Stresssituationen trainiert. Die papiergebundende Simulation findet in Echtzeit statt, benötigt keine Verletztendarsteller und ermöglicht dennoch eine Zustandsveränderung des "Patienten" in Abhängigkeit der getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen und der benötigten Zeit.

Eine entsprechendes Seminar wird als Tagesseminar angeboten und unterteilt sich in ca. 1/3 theoretischen Unterricht mit Informationen zur Verwendung der Simulation und den notwendigen "Spielregeln" sowie einer Wiederholung der grundlegenden Maßnahmen beim ManV. Die restlichen 2/3 des Seminartages werden mit der praktischen Simulation verschiedener Schadenlagen verbracht, in welchen die Seminarteilnehmer praktisch üben. Die Übungen finden im Seminarraum und, wenn es die Witterung zulässt, auch im Freien statt. Es werden 3 bis 4 Einsatzstellen mit 10 bis 50 Patienten simuliert werden.

Das Debriefing nach jeder Simulation ermöglicht einen Erfahrungsaustausch sowie eine Fehleranalyse und die Förderung eines gemeinsamen mentalen Modells zur Bewältigung einer Großschadenlage.

Deeskalationstraining

Deeskalationstraining

 

Lernen, Gewaltsituationen zu beherrschen…

Um eine Situation, die zu eskalieren droht oder schon am Eskalieren ist, zu beherrschen, müssen die Retterinnen und Retter eine gute innere Sicherheit entwickeln und diese auch nach außen transportieren können.

Körper, Geist und Stimme müssen im Einklang harmonieren.

Von entscheidender Bedeutung ist es, Ruhe zu behalten um die Kontrolle nicht zu verlieren. Eigene Emotionen müssen beherrscht bleiben um in Konfliktsituationen entsprechend, auch unter Anwendung einfacher Handgriffe, zu reagieren.

In der 3. Auflage unsere Seminare zu Deeskalation und Gewaltprävention stellt Trainer Jens Rausch neue Möglichkeiten zur Selbstverteidigung und Gewaltprävention vor.

Katastrophenschutz

Katastrophenschutz 1 moderne neue Technik

 

Katastrophenschutz 1 moderne neue Technik

 

Übergabe moderne Technik für den Katastrophenschutz

ADAC Fahrsicherheitstraining

ADAC - Fahrsicherheitstraining RTF

 

ADAC - Fahrsicherheitstraining Bremstest

 

Mehr Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter der RHG

Da das Unfallrisiko für Rettungsdienstfahrzeuge bis zu 18 mal höher ist als für andere Verkehrsteilnehmer, beschloss die Geschäftsleitung, jedem Mitarbeiter der RHG die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining zu ermöglichen. Seit April 2012 konnten bereits 85 Mitarbeiter der RHG an einem solchen Training teilnehmen. Diese fanden bisher im ADAC Fahrsicherheitszentrum Linthe und beim TÜV-Rheinland in Lehnitz statt. Da in Linthe bessere Voraussetzungen für das Training gegeben sind, haben wir uns nun endgültig für diesen Standort entschieden.

Zu den entsprechenden Terminen fuhr eine kleine Gruppe von jeweils 10 Personen gemeinsam mit Einsatzfahrzeugen der RHG in das Fahrsicherheitszentrum. Um dort eine individuelle Behandlung der Gruppe während des Trainings zu gewährleisten, wurden vorab persönliche Erfahrungen und Kenntnisse der Teilnehmer durch den Trainer erfragt. In einer kurzen theoretischen Zusammenfassung wurden nochmals fahrphysikalische Hintergründe mit den Schwerpunkten Reifen und Bremsen, Besonderheiten für Einsatzfahrzeuge und spritsparendes Fahren veranschaulicht.
Die praktischen Übungen beinhalteten:

- Slalomfahren

- Not- bzw. Gefahrenbremsungen auf nasser und glatter Fahrbahn

- Rangieren auf begrenztem Raum

- Bremsen in der Kurve, bzw. Kreis-Fahren unter dem Aspekt
der Wirksamkeit elektronischer Fahrhilfen

- Ausweichen von plötzlich auftauchenden Hindernissen auf glatter Fahrbahn

- Bremsen im Gefälle oder Überfahren der hydraulischen Dynamikplatte

- Einsatz und Nutzung von Assistenzsystemen

 

In der Pause wurden alle Teilnehmer mit einem Mittagessen und Getränken versorgt. Dort wurde sich meistens schon rege über die ersten Erfahrungen der praktischen Übungen ausgetauscht.

Allen Teilnehmer hat das Training gut gefallen, da die gesammelten Erfahrungen und neu gewonnenen Erkenntnisse nicht nur im dienstlichen, sondern auch im privaten Bereich sehr hilfreich sind.

Durch die Sensibilisierung der Mitarbeiter zeigen sich für das Unternehmen rückläufige Unfallzahlen. Aufgrund der positiven Resonanz und Ergebnisse hoffe ich, dass wir unseren Mitarbeitern weiterhin dieses Training anbieten können.

Rettertag

Rettertag

 

Am 04. Mai führte der Rettungsdienst des Landkreises Havelland eine Weiterbildung der besonderen Art durch:
Feuerwehr und Rettungsdienst tauschten unter dem Motto „Tag der Retter“ in Übungsszenarien die Rollen. Warum das Ganze? Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiten bei zahlreichen Einsätzen eng zusammen. Umso wichtiger ist es, Verständnis und Respekt für die Arbeit des jeweils anderen zu bekommen. Nachdem viele Feuerwehrleute im letzten Jahr erfolgreich eine Ausbildung zum Sanitätshelfer abgeschlossen haben und jetzt auch dem Landkreis bei Großschadenslagen zur Verfügung stehen, waren nun die Kollegen des Rettungsdienstes an der Reihe. Aus dem gesamten Landkreis waren sie gekommen: Ärzte, Rettungsassistenten und Sanitäter aus allen Wachen versammelten sich pünktlich um 09:00 Uhr in der Feuerwache Rathenow. Nach der Begrüßung durch Rayk Sommer, Rettungsdienstausbilder in der RHG und Brandmeister der Feuerwehr, sowie Karsten Herrmann, Einsatzleiter Personal, stimmte Oliver Lienig, Ortswehrführer Rathenow, die Retter mit Wissen rund um die Feuerwehr unserer Stadt und deren Ortsteile ein.

Dann ging es an die Praxis. Ein Patient musste aus dem 3. Obergeschoss über die Drehleiter mit einer Trage nach unten verbracht werden. Hierbei wurde die Person auch während der Rettungsmaßnahme von Rettungsdienst und Notarzt versorgt. Danach steigerte sich die Spannung. Es ging um Retten aus Höhen und Tiefen. Ein Arbeiter lag bewusstlos in einem Schacht. Mit schwerem Atemschutz kämpfte man sich zum Patienten durch um ihn dann mit Gurtzeug, Seil und der Drehleiter aus dem Schacht zu heben. Nun konnte die medizinische Betreuung beginnen. Anschließend ging es in luftige Höhen. Andreas Kühne, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst seilte sich mit Hilfe der Feuerwehrkameraden aus schwindelerregender Höhe ab. Was ist eine typische Aufgabe, die man mit Feuerwehr verbindet? Richtig, Brände löschen! Hierbei simulierte Kamerad Daniel Hoppert einen Brand in einer Werkstatt. Es galt, 2 Personen aus einer völlig verqualmten Halle (Disconebel) zu retten. Hierzu durften die Retter Atemschutzgeräte und Masken benutzen. „Beeindruckend, wie schnell man die Orientierung verliert, wenn man nicht einmal mehr die Hand vor Augen sieht“, so Jochen Paul von der Rettungswache Premnitz. Trotz allem wurden die bis zu 80 kg schweren Dummys erfolgreich gerettet. Auch das Auseinanderschneiden von Autos durfte nicht fehlen. Dr. Frank Heinrich, Medizinischer Geschäftsführer der RHG, befreite zusammen mit seinen Mitarbeitern des Rettungsdienstes und unter der Hilfestellung erfahrener Kameraden den Fahrer aus seiner misslichen Lage. Ganz Mutige durften abschließend die Drehleiter besteigen. 30 Meter ragte diese freistehend in den wolkenlosen Frühlingshimmel. Erstaunlich, wie viele Kolleginnen und Kollegen scheinbar ganz ohne Angst die Leiter bezwangen.

Ein Highlight war die Neuvorstellung des Abrollbehälters „Behandlungsplatz 25“ des Landkreises mit dem Andreas Büttner, Einsatzleiter Technik, und Kameraden der Feuerwehr Nauen nach Rathenow gekommen waren. Mit diesem Fahrzeug ist es möglich, Behandlungsmöglichkeiten für 25 Patienten innerhalb kürzester Zeit zu schaffen. Um 14 Uhr ging der spannende Ausbildungstag mit einem gemeinsamen Mittagessen zu Ende. Möglich ist so eine Veranstaltung nur durch die Unterstützung der Stadt und unserer Feuerwehrkameraden. In einem waren sich alle einig: Rettungsdienst und Feuerwehr sind wahnsinnig fordernd und anstrengend. Respekt verdient jeder einzelne Kamerad und Kollege für seine anspruchsvolle Arbeit. Aber wir wissen wofür wir es tun – zum Wohl unserer Patienten.