Pressemitteilung
Nauen, 14. Januar 2026
Havelland Kliniken GmbH:
Ermittlungen wegen Vorwürfen sexuellen Missbrauchs – Kinderschutz hat oberste Priorität
- Empathie und Verantwortung: Gedanken bei dem betroffenen Kind und seiner Familie
- Rechtsstaatlichkeit: Enge Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft
- Organisatorische Konsequenzen: Interne Aufarbeitung gestartet, Mitarbeitender gekündigt
- Kinderschutz im Fokus: Schutzkonzept wird überprüft und weiterentwickelt
- Unterstützung und Prävention: Sonderbeauftragte eingesetzt, externe Expertise hinzugezogen, Elterntelefon eingerichtet
Nauen, 14. Januar 2026. Im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Potsdam haben die Havelland Kliniken GmbH (HKG) heute über den aktuellen Stand informiert. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs eines minderjährigen Kindes. Der Vorfall soll sich am 2. November 2025 im Rahmen einer medizinischen Untersuchung ereignet haben. Der Verdacht richtet sich gegen einen Arzt, der bereits gekündigt wurde. Die Mutter des Kindes hat Anzeige erstattet; der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Die Klinikleitung ist tief betroffen. Ihre Gedanken gelten dem betroffenen Kind und seiner Familie.
Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen, ob es weitere Verdachtsfälle gibt. Ob diese in einem Zusammenhang mit den Havelland Kliniken stehen – oder überhaupt einen Bezug zur HKG haben – ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Klinikleitung nimmt die Ermittlungen sehr ernst und kooperiert vollumfänglich mit den Behörden.
Hauptgeschäftsführer: „Schutz von Kindern nicht verhandelbar“
Thilo Spychalski, Hauptgeschäftsführer der Havelland Kliniken GmbH, betont die Verantwortung der Klinikleitung. „Der Schutz von Kindern ist für uns nicht verhandelbar und hat oberste Priorität“, erklärt Spychalski. Gleichzeitig unterliege der Fall einem laufenden rechtsstaatlichen Verfahren. „Die strafrechtliche Aufklärung obliegt ausschließlich Polizei und Staatsanwaltschaft. Wir kooperieren vollumfänglich mit den zuständigen Ermittlungsbehörden und respektieren deren Zuständigkeit uneingeschränkt“, sagt Spychalski weiter. Parallel dazu hat die Klinikleitung eine interne Aufarbeitung angestoßen und zusätzliche Maßnahmen eingeleitet. Ziel sei es, Abläufe, Verantwortlichkeiten und die Wirksamkeit bestehender Schutzmechanismen kritisch zu überprüfen. „Dabei geht es nicht um formale Regelwerke, sondern darum, dass Kinderschutz im Klinikalltag konsequent, verbindlich und nachvollziehbar gelebt wird“, so Spychalski.
Ärztlicher Direktor: „Kinderschutz hat höchste Priorität – Vertrauen sichern“
„Die Schilderungen im Zusammenhang mit diesem Fall erschüttern uns zutiefst. Unsere Gedanken sind bei dem betroffenen Kind und seiner Familie“, sagt Mike Lehsnau, Ärztlicher Direktor der Havelland Kliniken. Gerade in der medizinischen Versorgung von Kindern sei Vertrauen eine zentrale Grundlage. „Als Klinik tragen wir eine besondere Verantwortung – für unsere jungen Patientinnen und Patienten ebenso wie für deren Eltern und Angehörige. Alles, was wir jetzt tun, richtet sich daran aus, dieses Vertrauen zu schützen und zu erhalten.“ Der betroffene Mitarbeiter wurde inzwischen gekündigt.
Kinderschutzkonzept: Vier-Augen-Prinzip, Schulungen und klare Standards
Torsten Kautzky, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin und Kinderschutzbeauftragter der HKG, verweist auf die bestehenden Regelungen zum Kinderschutz: „In den Havelland Kliniken ist ein Kinderschutzkonzept etabliert, das klare Standards für den Klinikalltag setzt. Dazu gehören das Vier-Augen-Prinzip bei Untersuchungen, verbindliche Dokumentationsstandards bei Abweichungen sowie regelmäßige Schulungen für das gesamte Team“, erklärt Kautzky. Angesichts der aktuellen Entwicklungen wird der Vorfall nun umfassend aufgearbeitet; das bestehende Kinderschutzkonzept wird dabei kritisch überprüft und weiterentwickelt.
Interne Aufarbeitung
Die HKG hat unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls eine interne Aufarbeitung angestoßen. Diese prüft den konkreten Sachverhalt ebenso wie die bestehenden Schutzstrukturen und das Kinderschutzkonzept. Maßgeblich ist dabei, was jetzt zählt: der Schutz von Kindern und die Verantwortung gegenüber Familien. Ziel ist es, den Kinderschutz weiter zu stärken und bestehende Standards bei Bedarf zu schärfen. „Der Schutz von Kindern ist kein abstraktes Ziel, sondern Kern unseres Selbstverständnisses – und daran lassen wir uns messen“, sagt Dr. med. Mike Lehsnau. „Wir werden Zuständigkeiten überprüfen, Abläufe weiter präzisieren und die Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Fachstellen in Brandenburg intensivieren. Unser Anspruch ist es, aus dieser Situation verantwortungsvoll zu lernen.“
HKG setzt Sonderbeauftragte ein
Die HKG hat Carolin Himburg, Leiterin der Stabsstelle Qualitätsmanagement, ab dem 17. Dezember 2025 als fallbezogene Sonderbeauftragte für die interne Aufarbeitung benannt. Ihre Aufgabe ist es, den organisatorischen Umgang der Havelland Kliniken mit dem bekannt gewordenen Sachverhalt strukturiert zu begleiten, interne Abläufe zu prüfen und daraus Empfehlungen für die Zukunft abzuleiten. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden vorwegzunehmen oder zu bewerten.
Im Mittelpunkt stehen die bestehenden Schutzstrukturen, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten sowie die Frage, wie sich Standards im Klinikalltag noch eindeutiger, verbindlicher und überprüfbarer verankern lassen. Ziel ist es, Schutzräume für Kinder und Jugendliche im Klinikalltag konsequent zu sichern. „Es geht ausdrücklich nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Aufarbeitung, Transparenz, Lernfähigkeit und die konsequente Weiterentwicklung unserer Schutzmechanismen“, betont Himburg.
Für Eltern und Angehörige: Elterntelefon
Zur Unterstützung von Eltern und Angehörigen sowie zur Beantwortung von Fragen hat die HKG ein Elterntelefon eingerichtet. Dieses wird von „Kind im Zentrum“ (KiZ) des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF), als externer und unabhängiger Ansprechpartner betrieben. Kind im Zentrum ist eine spezialisierte Beratungsstelle und bietet Beratung sowie therapeutische Hilfen bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.
Das Elterntelefon ist unter der Nummer 0173 2020588 erreichbar. Es dient der Beratung und Unterstützung von Familien. Etwaige Hinweise, die für die Ermittlungen relevant sein könnten, sind direkt an die Polizei zu richten (Hinweistelefon: 0331 5508-2848, täglich von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr erreichbar). Zudem können sich Eltern mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten an das Jugendamt wenden.
Unabhängiger Experte berufen: Hans Leitner, langjähriger Leiter der Fachstelle Kinderschutz im Land Brandenburg
Wir haben großes Verständnis dafür, dass dieser Verdachtsfall viele Eltern verunsichert. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf weitere vergleichbare Verdachtsfälle. Untersuchungen von Kindern erfolgen bei uns in der Regel nicht allein, sondern im Beisein von Eltern und/oder Mitarbeitenden.
Unabhängig davon nehmen wir jede Sorge ernst: Mit dem Elterntelefon, der internen Aufarbeitung und der Überprüfung des Kinderschutzkonzepts schaffen wir zusätzliche Anlaufstellen und stärken den Kinderschutz weiter.
Viele Eltern fragen sich, ob auch ihr Kind betroffen sein könnte. Wie gehen die Havelland Kliniken mit dieser Sorge um?
Darüber hinaus hat die Klinikleitung Anfang Januar 2026 einen externen, unabhängigen Fachmann berufen, der über ausgewiesene Expertise und langjährige Erfahrung im Bereich des Kinderschutzes in öffentlichen Einrichtungen verfügt. Hans Leitner, ehemaliger Leiter der Fachstelle Kinderschutz im Land Brandenburg, ist nicht Teil der Organisationsstruktur der HKG und arbeitet weisungsunabhängig. „Wir freuen uns, dass uns Hans Leitner mit seiner langjährigen Erfahrung zur Seite steht“, betont Hauptgeschäftsführer Thilo Spychalski. Seine Aufgabe ist es, die bestehenden Schutzmechanismen der Havelland Kliniken aus fachlicher Perspektive kritisch zu überprüfen, die interne Aufarbeitung zu begleiten und die Klinikleitung bei der Weiterentwicklung sowie Fortführung der Umsetzung des Kinderschutzkonzepts zu unterstützen. „Dafür braucht es eine systematische Analyse des bestehenden Schutzkonzeptes, eine Bewertung der Umsetzung im Klinikalltag sowie die Identifikation möglicher Schwachstellen im Zusammenspiel zwischen dienstlichen Anweisungen, konzeptioneller Vorgabe und Alltagsrealität“, sagt Leitner. Ziel ist es, die Schutzmechanismen innerhalb der Organisation beteiligungsorientiert weiterzuentwickeln und damit praxistauglich zu stärken sowie nachhaltig wirksam zu verankern.
Die Havelland Kliniken setzen den eingeschlagenen Weg der sorgfältigen Aufarbeitung und der fortlaufenden Verbesserung konsequent fort. Zudem plant die Klinikleitung, Medien und Öffentlichkeit über den Fortgang der internen Aufarbeitung zu informieren. Eine Zwischeninformation ist innerhalb der nächsten vier Wochen vorgesehen.
Erreichbarkeit Elterntelefon
Telefonnummer: 0173 2020588
Das Elterntelefon ist zu folgenden Zeiten erreichbar:
- Montag, 09. Februar, von 9 Uhr bis 10 Uhr
- Mittwoch, 11. Februar, von 17 Uhr bis 18 Uhr
- Freitag, 13. Februar, von 16 Uhr bis 17 Uhr
Bei starker Auslastung des Elterntelefons erfolgen Rückrufe außerhalb der Sprechzeiten. Hinweise zu den Erreichbarkeiten sind jederzeit über einen Anrufbeantworter abrufbar.
Die Laufzeit des Elterntelefons wird bedarfsgerecht verlängert.
Ansprechpartner für Medien:
Pressestelle der Havelland Kliniken, presse@havelland-kliniken.de,
Tel. 03321/42 1003 oder -1010
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E.DIS unterstützt Hospiz- und Palliativhilfe Havelland mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro
Pressemitteilung, Nauen, 10.09.2024
Nauen, 15. Oktober 2024 Der regionale Netzbetreiber E.DIS hat heute einen Spendencheck in Höhe von 1.000 Euro an den Förderverein Hospiz- und Palliativhilfe Havelland e.V. übergeben. Das Geld spendeten die Mitarbeitenden der E.DIS im Rahmen einer Tombola, bei der sie upgecyclte Werbemittel ersteigern konnten. Die Spende soll dazu beitragen, die wichtige Arbeit des Vereins im Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung in der Region zu unterstützen.
Der Förderverein Hospiz- und Palliativhilfe Havelland e.V. setzt sich für die Errichtung eines Hospizes im Havelland (Nauen) ein. Geplant ist eine Einrichtung mit 14 Plätzen, Gästezimmern und Gemeinschaftsräumen. Mit dem Hospiz soll die Lebensqualität von schwerkranken Menschen und deren Angehörigen verbessert werden. Die Spende der E.DIS-Mitarbeitenden leistet einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Realisierung dieser Vision.
"Wir freuen uns sehr, den Förderverein Hospiz- und Palliativhilfe Havelland e.V. mit dieser Spende unterstützen zu können", sagte Lars Klemmer, Kommunalreferent bei der E.DIS Netz GmbH. "Die Arbeit des Vereins mit der Einrichtung eines Hospizes ist von großer Bedeutung für die Region und wir möchten dazu beitragen, dass schwerkranken Menschen und ihren Familien in schwierigen Zeiten geholfen wird."
Der Förderverein Hospiz- und Palliativhilfe Havelland e.V. bedankte sich herzlich bei der E.DIS Netz GmbH für die großzügige Spende. "Diese Spende ermöglicht es uns, unsere Arbeit fortzusetzen und weitere wichtige Schritte auf dem Weg zum Hospiz für unsere Region gehen", sagte Thilo Spychalski, Vorsitzender beim Förderverein. "Wir sind dankbar für die Unterstützung der E.DIS und ihrer Belegschaft, denn jede Spende ist für uns von großer Bedeutung."
Die Spendensumme wurde im Rahmen einer Tombola von den Mitarbeitenden der E.DIS gesammelt. Pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum des Energiedienstleisters wertete dieser in Zusammenarbeit mit der Upcycling Firma "Hemd´s up aus Hennigsdorf alte Werbemittel zu neuen Artikeln auf. So wurden aus alten Werbebannern und Firmenfahnen unter anderem Laptop-Taschen und Beutel geschneidert. Diese wurden im Rahmen einer Tombola versteigert. Insgesamt kamen so 1.500 Euro durch die E.DIS-Mitarbeitenden zusammen. Das Unternehmen verdoppelte den Betrag. "Das durch die Tombola ersteigerte Spendengeld wird auf drei Spendenzwecke aufgeteilt," erklärt Lars Klemmer. "Neben dem Projekt hier in Nauen spenden wir auch an den Wünschewagen Rostock und die Kinderhilfe im Osten Brandenburgs."
Die E.DIS Netz GmbH engagiert sich regelmäßig für soziale Projekte und gemeinnützige Organisationen in der Region. Die Spende an den Förderverein Hospiz- und Palliativhilfe Havelland e.V. ist Teil des Unternehmensengagements, um einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
Benefizkonzert
Pressemitteilung, Nauen, 10.09.2024
Das Benefizkonzert des Fördervereins Hospiz- und Palliativhilfe Havelland e.V. zugunsten des Baus eines stationären Hospizes im Havelland war ein voller Erfolg.
Trotz Wärme und diverser Parallelveranstaltungen im Havelland fanden ca. 150 Gäste den Weg in die Stadthalle Falkensee, um das Landespolizeiorchester live zu erleben.
Geboten wurde eine musikalische Darbietung auf höchstem Niveau: Das Landespolizeiorchester unter der Leitung des Dirigenten Robert Paul begeisterte mit seinem zweistündigen Konzert-Film-Musik von damals - das Publikum. Zurecht gab es am Ende Standing Ovations.
Insgesamt kam die stolze Summe von 4085 Euro zusammen.
Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer, Helfer, Vereinsmitglieder, das Publikum und die Künstler.
Erweiterte chirurgische Versorgung in Rathenow durch Kooperation von Havelland Kliniken und Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel
Pressemitteilung, Rathenow, 23.08.2024
Die Havelland Kliniken und das Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel freuen sich, eine neue Kooperation im Bereich der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie bekanntzugeben. Dr. med. Minh Tung Cao, der Leiter der Abteilung am Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, wird seine Expertise und spezialisierten Behandlungen nun auch Patientinnen und Patienten in Rathenow zugänglich machen.
Als Experte auf dem Gebiet der Liposuktion bietet Dr. Cao zukünftig in der Klinik Rathenow eine Behandlungsmöglichkeit, die für viele Patienten einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung ihrer Lebensqualität darstellen kann. "Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, unsere Kapazitäten auszubauen und den Menschen in Rathenow und Umgebung eine wohnortnahe Versorgung anbieten zu können.", erklärt Dr. Cao.
Die Initiative zum Ausbau der Kooperation baut auf der bereits bestehenden Zusammenarbeit zwischen den Havelland Kliniken und dem Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel im Bereich der Adipositasbehandlung auf. Oberärztin Carolin Oeder, die leitende Ärztin des Adipositaszentrums Havelland, bietet bereits eine wöchentliche Sprechstunde im Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel an, was den interdisziplinären Austausch und die Patientenversorgung verbessert.
"Wir sind überzeugt, dass diese neue Behandlungsmöglichkeit allen Beteiligten Vorteile bringen wird: Unseren Patientinnen und Patienten durch den Zugang zu hochqualifizierten Spezialbehandlungen und unserem medizinischen Team durch den erweiterten fachlichen Austausch", resümiert Dorit Zahn die Einschätzung der Klinikleitung Rathenow.
V. I. S. d. P. Dr. Babette Dietrich, Pressesprecherin Havelland Kliniken Unternehmensgruppe
Standortfrage für künftiges Hospiz Havelland geklärt
Pressemitteilung, 14.06.2024
Im Mai vorigen Jahres hat sich der Förderverein Hospiz- und Palliativhilfe Havelland e.V. gegründet. Sein vorrangiges Ziel ist die Schaffung eines stationären Hospizes im Landkreis, denn dieses Element fehlt bisher in der Palette der Versorgungsangebote für Patienten am Ende ihres Lebens.
Geplant ist eine Einrichtung mit 14 Plätzen für Gäste, Gemeinschaftsräume und Besucherzimmer.
"Die Auswahl eines geeigneten Standorts zählt bei diesem Projekt zu den schönsten und schwierigsten zugleich" bilanziert Thilo Spychalski, der den Vorsitz im Förderverein übernommen hat.
Wesentliches Kriterium ist eine Lage, die einerseits den Gästen des Hospizes ein ruhigeres Ambiente bietet und andererseits von Besuchern und ehrenamtlichen Mitarbeitenden gut zu erreichen, also auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzufahren ist.
Im letzten Jahr wurden vom Vereinsvorstand verschiedene Objekte unter diesem Blickwinkel besichtigt und geprüft. Die Wahl ist schließlich auf einen Standort auf dem Außengelände der Klinik Nauen gefallen. Auf der Grünfläche nahe dem ehemals zu Feuerlöschzwecken angelegten Teiches soll das Hospiz errichtet werden.
Eine gute Erreichbarkeit ist gegeben und die vielfältigen Versorgungsstrukturen der benachbarten Klinik stehen den Gästen bei Bedarf zur Verfügung; selbst das SAPV Team Nauen hat seinen Sitz in der Ketziner Straße.
Das Grundstück befindet sich im Besitz der Havelland Kliniken und wird ggf. an eine Betreibergesellschaft im Wege des Erbbaurechts vergeben. Der zu errichtende Neubau kann von Anfang an für eine Nutzung als Hospiz konzipiert werden, sodass weder aufwendige Umbauten von Räumen und Fluren erforderlich, noch Auflagen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen sind. Zwei nicht unerhebliche weitere Pluspunkte für den ausgewählten Standort also.
Eine kostenpflichtige Anfrage wurde aktuell bei der zuständigen Baubehörde gestellt. Nächster Schritt soll ein Architekturwettbewerb für die weitere Konkretisierung der Planung sein.
"Damit wird unser Plan für ein Hospiz im Havelland deutlich konkreter und greifbarer", freut sich Landrat Lewandowski, der Schirmherr des Projekts ist. "Wir werden über die weiteren Schritte öffentlich informieren, damit wir Förderer, Mitglieder und Spenden für unser Vorhaben begeistern und gewinnen können. Mehr dazu ist auch auf der neuen Website des Fördervereins foerderver-ein-hospiz-havelland.de zu finden.
Zwei weitere Aktionen dafür stehen bereits fest: Der Förderverein ist vertreten beim Tag der Vereine am 15. Juni 2024 im Stadtbad Nauen. Und er veranstaltet am 8. September 2024 ein Benefizkonzert mit dem Landespolizeiorchester Brandenburg und der bekannten Solistin Isabel Dörfler unter dem Motto "Diva in concert" in der Stadthalle Falkensee.
Modellprojekt - `Mobiler Landarzt` im westlichen Havelland geplant
Pressemitteilung, 23.05.2024
Der Gesundheitssektor in Deutschland soll künftig neu organisiert werden, wozu die Bundesregierung verschiedene Gesetzesvorhaben auf den Weg gebracht hat. Bis zu deren Umsetzung wird es jedoch noch dauern.
Um schon vorher einen Beitrag zur Stabilisierung der ambulanten hausärztlichen Versorgung in der Region zu leisten, wollen die Havelland Kliniken Unternehmensgruppe und der Land-kreis Havelland gemeinsam mit den Amtsdirektoren ein Modellprojekt auf den Weg bringen.
Der entsprechende Bedarf ist im westlichen Havelland höher, da hier die Anzahl der Arztpraxen geringer, der Altersdurchschnitt der Bevölkerung jedoch höher ist.
Die Idee ist es, ausgehend vom bestehenden MVZ in Premnitz, an den Standorten Rhinow, Friesack und Nennhausen im Wechsel an festen Wochentagen Sprechzeiten einer hausärztlich besetzten Praxis anzubieten. Neben Arzt bzw. Ärztin soll auch eine speziell qualifizierte medizinische Fachangestellte ("Gemeindeschwester") zum Team gehören, die sowohl in bestimmten Fällen Hausbesuche durchführt als auch zu festen Praxiszeiten ergänzend zu den Sprechstunden vor Ort agieren kann. Unerlässlich ist eine telemedizinische Ausstattung der Praxen, denn so können Patienten mit eingeschränkter Mobilität besser versorgt werden. Und in einer denkbaren Ausbaustufe könnten auch Fachärzte in Behandlungsprozesse eingebunden werden.
"Da wir sowohl mit weniger Personal gleichzeitig verschiedene Orte mit der ärztlichen Versorgung bedienen als auch eine telemedizinische Versorgung fest im Projekt integrieren möchten, haben wir uns entschlossen, dem Projekt den Titel `Der mobile Landarzt` zu geben", führt Thilo Spychalski Geschäftsführer HKU aus.
"Aus Sicht der Kommunen begrüßen und unterstützen wir dieses Projektvorhaben, denn die Bürgerinnen und Bürger berichten uns immer wieder, wie beschwerlich es ist, einen Arzttermin zu bekommen und den ggf. erforderlichen weiten Anfahrtsweg zu meistern" bestätigt Ilka Lenke. Als Amtsdirektorin versucht sie schon lange, Ärzte für Nennhausen zu gewinnen, doch zur vollständigen Niederlassung vor Ort war noch kein Arzt bereit. Christian Pust und Jens Aasmann, als Vertreter der weiteren vorgesehenen Projektpartner bekräftigen, dass auch Rhinow und Friesack kostengünstig Räume für eine solche Praxis zur Verfügung stellen können.
Landrat Lewandowski sieht gute Chancen, das Projekt aus verschiedenen Finanzierungstöpfen zu unterstützen. Auch soll versucht werden, das Vorhaben an das Projekt "Erwin" in Brandenburg anzudocken. "Wir möchten die hausärztliche wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem bestehenden Ärztenetzwerk unter Nutzung aktueller technischer Möglichkeiten sinnvoll ergänzen."
Die nächsten Schritte sind weitere Gespräche mit der KV, dem Ärztenetzwerk vor Ort und den anderen Projektbeteiligten. Eine Umsetzung ist für das 1. Quartal 2025 geplant.
V. I. S. d. P. Dr. Babette Dietrich, Pressesprecherin Havelland Kliniken Unternehmensgruppe
Der Pflegestützpunkt Rathenow zieht in die Klinik Rathenow um
Ab März 2024 wird der Pflegestützpunkt Rathenow seinen Sitz in der Klinik Rathenow haben.
Der Pflegestützpunkt ist eine Auskunfts- und Beratungsstelle rund um das Thema Pflege. Das Beratungsangebot richtet sich sowohl an die Pflegebedürftigen selbst als auch an deren Angehörige und Interessierte.
Träger des Angebots sind die Pflegekassen und die zuständigen Träger der Sozialhilfe. Im Havelland übernehmen die Pflegekasse der AOK und der Landkreis Havelland diese Aufgabe.
Wer sich im Pflegestützpunkt Rathenow neutral und kostenfrei rund um die Themen Pflegebedarf, Sozialhilfeleistungen im Alter, Demenz oder Wohnformen beraten lassen möchte, findet das Team dann im Erdgeschoss der Klinik Rathenow, Forststr. 45 gleich neben dem Empfangsbereich.
Feste Sprechzeit: freitags von 9:00 - 12:00 Uhr.
Um einen Termin außerhalb der Sprechzeit zu vereinbaren oder einen telefonischen Erstkontakt aufzunehmen, erreichen Sie die Mitarbeitenden unter folgenden Rufnummern
Pflegeberatung 03385/ 551 2484
Sozialberatung 03385/ 551 6828
ACHTUNG - Einschränkungen möglich
Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige
ab Montag, dem 8. Januar haben die Landwirte zu einer großen Protestwoche aufgerufen. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Verkehrslage sich zuspitzt. Einzelheiten sind nicht bekannt. Wir bitten höchst vorsorglich um Ihr Verständnis, falls es in der Folge
z. B. in unseren Praxen nur zu einem eingeschränkten Betrieb kommen sollte und wir vielleicht nicht alle Termine planmäßig durchführen können.