Luminita Becker

Leitung Nauen
Luminita Becker
Fachärztin für Innere Medizin / Geriatrie

Klinik Nauen
Tel.: 03321 42-1940
Fax: 03321 42-151035

E-Mail:    luminita.becker@havelland-kliniken.de

Manuel Cossa

Leitung Rathenow
Manuel Cossa
Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie

Klinik Rathenow
Tel.: 03385 555-3104
Fax: 03385 555-3109

E-Mail:    manuel.cossa@havelland-kliniken.de


Geriatrie bedeutet Altersheilkunde und verfolgt einen ganzheitlichen „integrativen“ Behandlungsansatz. Unserem Behandlungsteam, das von einem erfahrenen Facharzt mit Zusatzqualifikation geleitet wird, gehören deshalb neben geschultem Pflegepersonal Ergo-, Physio- und Sprachtherapeutinnen, ein Psychologe sowie eine Sozialarbeiterin an. Allen gemein ist die Bereitschaft, sich des im Alter, aber auch am Alter, erkrankten Menschen besonders anzunehmen. Man bemüht sich also besonders um ältere und betagte Patienten sowie um solche, die an typischen Erkrankungen des höheren Lebensalters leiden. Dabei spielt das Erkennen und Behandeln von Multimorbidität - der gleichzeitigen Anwesenheit verschiedener Krankheits- oder Beeinträchtigungszustände, die oft die Grenzen der traditionellen Gebiete der Medizin überschreiten - eine besondere Rolle.

Neben der Heilung bzw. Besserung von Krankheitserscheinungen ist ein ebenso wichtiges Behandlungsziel die Erhaltung oder Wiederherstellung größtmöglicher Selbstständigkeit und der Fähigkeit zu selbstbestimmter Lebensführung, die besonders der ältere Patient zu verlieren droht. Damit gehört zur Geriatrie über die medizinische Behandlung hinaus immer die besonders auf Aktivierung ausgerichtete Pflege und die an den unterschiedlichen Erfordernissen des Patienten ausgerichtete Frührehabilitation. Durch Verbesserung der „Funktionalität“, d.h. der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sowie der Alltagstauglichkeit, wird Pflegebedürftigkeit verhindert oder vermindert und Lebensqualität erhalten.

Weitere Ansprechpartner



Leistungsprofil


Geriatrie

In der Geriatrie behandelte Erkrankungen und Fähigkeitsstörungen

Am Anfang jeder Behandlung steht das geriatrische Assessment, die umfassende klinisch – geriatrische Eingangsuntersuchung, die den Gesamtzustand des Patienten erfasst:

  • Akute, chronische und miteinander vergesellschaftete (Multimorbidität erzeugende) Gesundheitsstörungen
  • Einbußen bei der Beweglichkeit, der Alltagsbewältigung, der Kommunikation und der geistig-seelischen Leistungsfähigkeit
  • Probleme des sozialen Umfeldes

  • Schlaganfall (mit Lähmung, Sprach-, Schluck-, Orientierungsstörung oder Verlust von Selbstständigkeit)
  • Parkinson-Krankheit
  • Gebrechlichkeit
  • Gangstörungen / häufige Stürze
  • Schwindel
  • Hirnleistungsstörungen
  • akute Erkrankung mit / bei Verwirrtheit
  • Depression / Antriebsstörung
  • Ernährungsstörungen
  • Kontinenzprobleme
  • chronische Schmerzen und Wunden
  • Nervenlähmungen
  • Erkrankungen des Skeletts und Bewegungsapparates (Osteoporose, Arthrose, rheumatische Erkrankungen, Rückenleiden)
  • Folgezustände nach Operation / Knochenbruch
  • zögerliche Erholung (Rekonvaleszenz) nach schwerer Erkrankung
Geriatrie Nauen und Rathenow

Bei der Behandlung kommen die technischen Möglichkeiten der modernen Medizin im Akutkrankenhauszum Einsatz. Dabei achten wir auf die erhöhte Empfindlichkeit des älteren Menschen und die eingeschränkte Belastbarkeit seines Organismus.

Arbeit in der Geriatrie

Eine Besonderheit der Geriatrie stellt die Behandlung im multiprofessionellen therapeutischen Team aus Arzt, geschultem Pflegepersonal, Ergotherapie, Krankengymnastik, Psychologie und Sozialarbeit dar. Über die ärztliche Diagnostik des Gesundheitszustands hinaus machen sich die Mitglieder dieses Teams je nach dem persönlichen Bedarf des Patienten ein Bild von seiner Beweglichkeit (Mobilität und Stabilität), seiner Selbstständigkeit (Alltagskompetenz), seiner Gestimmtheit und geistigen Leistungsfähigkeit (Kognition) und seiner sozialen Einbindung. Auf dem Ergebnis dieser gemeinsamen Untersuchung (Assessment) baut ein individueller Therapieplan auf, der in den ärztlichen Visiten und in regelmäßig stattfindenden Beratungen des Teams überprüft und der Entwicklung des Patienten gemeinsam flexibel angepasst wird. Oberstes Ziel aller Bemühungen ist der Erhalt oder die Verbesserung der „Funktionalität“ des Patienten, d.h. seiner körperlichen und geistig-seelischen Leistungs-fähigkeit und Alltagstauglichkeit, die Vermeidung oder Verminderung von Pflegebedürftigkeit und die Schaffung größtmöglicher Lebensqualität.
Medizinische Behandlung und Frührehabilitation gehen somit parallel. Dabei werden die Angehörigen in den Behandlungsprozess einbezogen und frühzeitig die angemessene Weiterversorgung des Patienten nach Abschluss der stationären Behandlung in die Planungen einbezogen.

Sind diese Möglichkeiten der Hilfe ausgeschöpft, gehört zur Behandlung durch das geriatrische Team am Ende des Lebens die angemessene Versorgung des Patienten im Sinne der Palliativmedizin.


Die therapeutischen Disziplinen im geriatrischen Team


Physiotherapie / Physikalische Therapie in der Geriatrie

In unserem Haus kommen Behandlungsverfahren aus der Physiotherapie und der Physikalischen Therapie gleichermaßen zum Einsatz. Beides sind Sammelbegriffe für eine Vielzahl unterschiedlicher Therapieverfahren, die alle ein Ziel verfolgen: die Wiederherstellung von natürlichen Körperfunktionen.

Physiotherapie und Physikalische Therapie in der Geriatrie
Bewegungstherapie in der Geriatrie

In der Physiotherapie wird mit unterschiedlichen Methoden an der Erhaltung, der Verbesserung bzw. der Wiederherstellung von „Mobilität“, als Grundfähigkeit des Lebens, gearbeitet. Ob nach einem Knochenbruch, dem Einsetzen eines neuen Hüft- oder Kniegelenkes, bei Beschwerden an der Wirbelsäule, nach einem Schlaganfall oder anderen Erkrankungen, die mit einem Verlust an Mobilität einher-gehen, sorgen unsere erfahrenen Physiotherapeuten durch individuelle Übungsprogramme für eine bestmögliche Wiederherstellung der beeinträchtigten Körperfunktionen. Um Ihre Genesung aktiv zu unterstützen, können wir auf ein breites Spektrum von krankengymnastischen Behandlungsmethoden zurückgreifen.

Die Physikalische Therapie beschreibt die Behandlung mit physikalischen (natürlichen) Mitteln. Wasser, Wärme, Kälte, Massage oder Elektrizität wirken über die „Angriffsfläche“ Haut in ganz unterschiedlicher Weise und unterstützen oder ergänzen die Maßnahmen der Physiotherapie. Auch in der Physikalischen Therapie können wir verschiedene Behandlungsmethoden an-bieten.

Ergotherapie

Im Vordergrund der ergotherapeutischen Behandlung steht das Bestreben, eine größtmögliche Selbstständigkeit in allen Bereichen des täglichen Lebens zu erreichen.

Die Beweglichkeit soll wiederhergestellt, die Muskulatur gekräftigt, die Geschicklichkeit, die Koordination und das Gleichgewicht trainiert werden. Orientierungs-, Konzentrations- und Erinnerungsstörungen werden behandelt. Alltagsaktivitäten wie das An- und Ausziehen, Körperpflege und alle Hausarbeiten werden trainiert.

Die Behandlung in der Ergotherapie basiert auf verschiedenen Konzepten bzw. Methoden. z.B.:

  • Neurologische Entwicklungsbe-handlung / Bobath-Konzept
  • Kognitiv-therapeutische Therapie / Perfetti
  • Neurotherapeutische Behandlung nach dem Johnstone-Konzept

Therapieangebote:

  • Sensomotorisch/perzeptive Behandlung
  • Neuropsychologische Therapie
  • Hirnleistungstraining
  • Orientierungstraining
  • Beratung und Training im Gebrauch von Hilfsmitteln, deren Herstellung und Anpassung, Selbsthilfetraining
  • Gelenkschutz

Sprachtherapie

Ursache für Sprach- und Sprechstörungen ist eine Hirnschädigung, oft ein Schlaganfall. Patienten mit Sprachstörung haben Schwierigkeiten mit der Planung ihrer Sprache, beim Verstehen sowie beim Lesen und Schreiben. Erhalten sind trotz der Verständigungs-schwierigkeiten die geistigen Fähigkeiten.
Früher Therapiebeginn nach ausführlicher Diagnostik zeigt die größten Erfolge; doch auch nach Jahren sind Verbesserungen noch möglich. Eine Angehörigenberatung begleitet die Therapie, da sich durch die Erkrankung für Betroffene und ihr Umfeld oft das ganze Leben verändert und eine neue Lebensform gefunden werden muss.

Wir behandeln:

Aphasien (Sprachstörung oder -Verlust)

Eine Aphasie ist eine unterschiedlich schwere erworbene Sprachstörung. Häufig sind alle Bereiche der Sprache betroffen (Sprechen, Verstehen, Lesen, Schreiben). Die Therapie will bestmögliche sprachliche Verständigung erreichen; u.U. müssen alternative Kommunikationsstrategien entwickelt werden.

Dysarthrophonien (Kombination aus Störungen in den Bereichen Atmung, Artikulation, Stimmgebung)

Diese führen in Kombination mit einer Aphasie oder allein zu undeutlicher Sprache. Der Sprechvorgang, d.h., Atmung, Stimmgebung, Artikulation und Sprechmelodie, sind gestört durch Fehlfunktion der Sprechmuskulatur. Gezielte Übungen besseren die Verständlichkeit.

Gesichtslähmungen / Schluckstörungen

Sind davon Muskeln betroffen, die für die Mimik oder das Schlucken nötig sind, verändert sich der Gesichtsausdruck, große Schwierigkeiten beim Essen und Trinken können auftreten. Durch manuelle Stimulation in Mund und Gesicht werden normale Bewegungsmuster angebahnt, das muskuläre Gleichgewicht gefördert und die Wiederherstellung des normalen Schluckvorgangs unterstützt.


Geriatrische Tagesklinik in Nauen und Rathenow


Hier finden Sie alle Informationen zur Geriatrische Tagesklinik in Nauen und Rathenow.

Geriatrische Tagesklinik

Sozialdienst in der Geriatrie


Ulrike Leder

Leiterin Sozialdienst

Ulrike Leder
Dipl.Sozialarbeiterin / Dipl.Sozialpädagogin
Psychotherapeutin, Psychoonkologin

Klinik Rathenow
Tel: 03385 555-3011
Fax: 03385 555-3019

E-Mail:    ulrike.leder@havelland-kliniken.de

Kerstin Lorenz

Sozialdienst Klinik Nauen

Kerstin Lorenz
Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin

Klinik Nauen
Tel: 03321 42-1605
Fax: 03321 42-1085

E-Mail:    kerstin.lorenz@havelland-kliniken.de

Der Sozialdienst hat in der Geriatrie einen besonderen Stellenwert.

Der Sozialdienst berät Sie und auch Ihre Angehörigen gerne bei:

  • der Bewältigung persönlicher Probleme
  • wirtschaftlichen und finanziellen Sorgen
  • behördlichen Angelegenheiten
  • Einleitung von Hilfen zur sozialen Eingliederung
  • der Vermittlung ambulanter häuslicher Pflegedienste, sowie mobiler Versorgungsdienste
  • Fragen zur Pflegeversicherung
  • der Suche und Vermittlung geeigneter Einrichtungen zur vorübergehenden bzw. dauerhaften Pflegeversorgung
  • evtl. Beantragung von Rehabilitation
  • Beschaffung von Hilfsmitteln
  • Betreuungsangelegenheiten

Die Ärzte und das Pflegepersonal der Klinik sorgen gerne für ein vertrauliches Gespräch mit dem Sozialdienst.